WHO aktualisiert Europäischen Kodex mit 14 Präventionsempfehlungen

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Bonn. Pünktlich zum Weltkrebstag ist die aktualisierte fünfte Auflage des Europäischen Kodex Krebs in deutscher Sprache erschienen. Der Kodex enthält 14 wissenschaftlich fundierte Empfehlungen, um das persönliche Krebsrisiko zu senken, und richtet sich erstmals auch an politische Entscheidungsträger.

Neue Krebsprävention Tipps im Europäischen Kodex Krebs

Der Europäische Kodex Krebs, herausgegeben von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO, umfasst nun 14 Handlungsempfehlungen statt bisher zwölf. Diese Empfehlungen richten sich an Menschen, die durch ein gesundheitsbewusstes Verhalten das Krebsrisiko verringern möchten. Darüber hinaus werden zum ersten Mal konkrete Vorschläge für die Politik gegeben, um Prävention gesetzlich zu stärken.

Erweiterte und neue Empfehlungen für den Lebensstil

Zu den klassischen Präventionstipps gehören Verzicht auf Tabak, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, gesundes Körpergewicht sowie Schutz vor UV-Strahlung. Neu im Kodex ist eine Warnung vor dem Konsum von E-Zigaretten und Vapes sowie der Appell, auf Alkohol und Solarien vollständig zu verzichten. Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung werden erstmals berücksichtigt mit Empfehlungen, zum Beispiel vermehrt Bus, Bahn, Fahrrad oder Fußwege statt Auto zu nutzen und auf Feuerstätten im Innenraum zu verzichten.

Spezielle Empfehlungen für Frauen und Umweltschutz

Der Kodex richtet sich auch speziell an Frauen: Längeres Stillen senkt das Brustkrebsrisiko, und die Nutzung von Hormonersatztherapien in den Wechseljahren soll nur gezielt und nach ärztlicher Beratung erfolgen. Außerdem fordert die IARC staatliche Maßnahmen wie höhere Steuern auf Tabak, Alkohol und stark verarbeitete Lebensmittel, um gesunde Entscheidungen zu fördern. Impfprogramme gegen Hepatitis B und humane Papillomaviren sollen ausgebaut werden. Verbesserte Arbeitsschutzmaßnahmen und eine kluge Stadtplanung zur Luftreinhaltung ergänzen die Empfehlungen.

„Allein im Jahr 2023 erhielten rund 520.000 Menschen in Deutschland die Diagnose Krebs. Zwei von fünf dieser Erkrankungen wären durch gesundheitsbewusstes Verhalten vermeidbar gewesen“, betont Prof. Dr. med. Dr. h.c. Michael Baumann, Vorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums.

  • 14 evidenzbasierte Empfehlungen zur Krebsprävention
  • Erstmals Richtlinien für politische Maßnahmen
  • Neue Warnungen vor E-Zigaretten, Alkohol und Solarien
  • Einbeziehung von Umweltfaktoren und Arbeitsschutz

Die vollständige fünfte Auflage des Europäischen Kodex gegen Krebs ist ab dem 4. Februar 2026 in deutscher Sprache auf der offiziellen Webseite der IARC verfügbar. Weiterführende Informationen zur Krebsprävention bietet die Deutsche Krebshilfe sowie ausführliche Details unter Europe Code against Cancer.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regional betrachtet: Chancen für Prävention und Gesundheitsförderung

In Deutschland erkranken jährlich Hunderttausende Menschen an Krebs, viele Diagnosen könnten durch Prävention vermieden werden. Für Bürgerinnen und Bürger vor Ort bedeutet die Umsetzung der Empfehlungen des Europäischen Kodex Krebs eine Chance, das eigene Risiko zu mindern und durch Aufklärung gesundheitsbewusster zu leben. Kommunale Gesundheitsinitiativen können Maßnahmen wie Aufklärungskampagnen, bessere Angebote für Bewegung und Ernährung sowie Schutz vor Umweltbelastungen verstärken.

Die Forderung von Deutscher Krebshilfe und DKFZ, die Politik solider Präventionsprogramme auszurichten, zielt darauf ab, gesunde Lebensbedingungen zu fördern. Vorgeschlagene gesetzliche Maßnahmen wie höhere Steuern auf Tabakprodukte und Alkohol oder der Ausbau von Impfprogrammen könnten lokal zu einer gesünderen Bevölkerung beitragen.

Für die Region bedeutet das, dass medizinische und soziale Einrichtungen, Schulen sowie Unternehmen wichtige Partner für die Umsetzung der Empfehlungen sind. Es sind zudem weitere Schritte in Planung, um die Prävention hierzulande wirksamer zu gestalten. Bürgerinnen und Bürger erhalten so praktische Handlungsempfehlungen und profitieren langfristig von einer verbesserten Krebsprävention.

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Quellen: Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), Deutsche Krebshilfe, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

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