Abwärtstrend bei Gehaltsbudgets setzt sich fort

Frankfurt. Die aktuelle Lurse Studie zeigt einen weiteren Rückgang der Gehaltsbudgets 2026 Studie für Unternehmen in Deutschland. Während das durchschnittliche Gehaltsanpassungsbudget im Sommer 2025 bei 3,3 Prozent lag, sind die Planungen für 2026 mit 3,1 Prozent und einem zusätzlichen leichten Rückgang auf nun 3,0 Prozent gekennzeichnet.

Trends bei Gehaltsbudgets 2026 Studie

Die Lurse Studie „Trends in Vergütung und HR“ basiert auf zwei Erhebungen jährlich, einer im Sommer und einer im Winter. 176 Unternehmen aller Branchen nahmen 2025 daran teil. Ein Schwerpunkt liegt auf den Herausforderungen der Gehaltsplanung für 2026, die stark von wirtschaftlicher Unsicherheit und Kostendruck geprägt ist.

Gehaltsbudget-Entwicklung seit 2023

  • 2023 betrug das durchschnittliche Gehaltsbudget für Erhöhungen noch 4,4 Prozent.
  • Im Sommer 2025 sank dieser Wert auf 3,3 Prozent.
  • Die Planung für 2026 fiel zunächst mit 3,1 Prozent weiter niedriger aus.
  • Aktuelle Anpassungen zeigen einen weiteren kleinen Rückgang um 0,1 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent.

Unsicherheit in der Planung

Die Mehrheit der Unternehmen befand sich zum Zeitpunkt der Wintererhebung 2025 in unterschiedlichen Planungsphasen:

  • 27 % verhandelten noch über ihre Budgets.
  • 23 % bewerteten ihre Planungen als relativ sicher.
  • Etwa 20 % befanden sich noch in frühen Überlegungsstadien.
  • 30 % hatten ihre Budgets bereits beschlossen.
  • 7 % kündigten Verschiebungen der Gehaltserhöhungsrunden an, häufig wegen Kostendruck oder organisatorischer Veränderungen.

Gründe für Budgetanpassungen

Die wichtigsten Faktoren für die reduzierte Gehaltsplanung sind:

  • Kosteneinsparungen (52 %)
  • Wirtschaftliche Unsicherheit (50 %)
  • Unklare Entwicklung der eigenen Unternehmenslage (27 %)
  • Tarifabschlüsse (25 %)
  • Fachkräftemangel (18 %)
  • Neue Marktstudien und Benchmarks (32 %)

Diese Einflüsse führten dazu, dass Unternehmen ihre Ressourcen sorgfältiger einsetzen.

Betroffene Mitarbeitergruppen und Branchen

Der Rückgang bei den Gehaltsbudgets betrifft alle Mitarbeitergruppen:

  • Top-Management: 2,9 % (minus 0,2 Prozentpunkte)
  • Management und Experten: 3,0 % (minus 0,2 Prozentpunkte)
  • Angestellte: 3,0 % (minus 0,1 Prozentpunkte)
  • Gewerbliche Fachkräfte: 2,9 % (minus 0,2 Prozentpunkte)

Branchenübergreifend kam es zu Budgetkürzungen um bis zu 0,5 Prozentpunkte, mit Ausnahme der Versicherungsbranche, die ihr Budget wegen hoher Tarifabschlüsse erhöhte.

Auswirkungen auf Vergütungsstrategien

Ein Drittel der befragten Unternehmen plant für 2026 geringere Gehaltsanpassungen als üblich. Gründe hierfür sind unter anderem wirtschaftliche Faktoren, Tarifverhandlungen sowie der Fachkräftemangel. Lediglich 9 % rechnen mit überdurchschnittlichen Anpassungen, rund 29 % bleiben im üblichen Rahmen.

„Die Ergebnisse der Winterabfrage zeigen deutlich, dass wirtschaftliche Unsicherheiten und Kostendruck die Vergütungsstrategien maßgeblich beeinflussen“, sagte Maximilian Evers, Managing Partner bei Lurse HR Consulting. „Unternehmen sind zunehmend gefordert, ihre Budgets gezielt einzusetzen, um wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen und gleichzeitig attraktiv zu bleiben.“

Weitere Informationen zur Studie und aktuellen HR-Themen finden sich auf regionalupdate.de. Details zum Unternehmen Lurse bietet die offizielle Webseite lurse.de.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung der Gehaltsbudgets 2026 Studie

Die sinkenden Gehaltsbudgets spiegeln sich auch in der regionalen Wirtschaftslage wider. Besonders Mittelstand und Großunternehmen in Hessen und angrenzenden Regionen müssen ihre Personalplanung sorgfältig anpassen. Für Arbeitnehmer bedeutet dies eingeschränkte Spielräume bei Lohnerhöhungen und eine zunehmende Bedeutung alternativer Vergütungsmodelle.

Darüber hinaus beeinflusst die aktuelle Lage die Attraktivität des Standortes Frankfurt am Main, ein wichtiges Finanz- und Dienstleistungszentrum. Unternehmen sehen sich deshalb in der Pflicht, neben Gehalt auch andere Benefits und Arbeitsbedingungen zu optimieren.

Für das kommende Jahr sind weitere Beobachtungen und Anpassungen zu erwarten. Die fortlaufende Entwicklung der Gehaltsbudgets wird von entscheidender Bedeutung für die Personalpolitik in der Region sein. Einblick und Begleitung bieten spezialisierte Beratungen und Studien wie jene von Lurse.


Dieser Artikel wurde auf Basis einer Pressemitteilung von Lurse verfasst.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Threads
X

Weitere Artikel