Münster. Der Aasee in Münster erwärmt sich zunehmend und wird durch Algenbelastung und hohe Temperaturen belastet, bleibt jedoch dank der laufenden Resilienzmaßnahmen stabil. Die „Aasee Resilienzstrategie Münster“ setzt auf ein integriertes Management inklusive Frühwarnsystem, Belüftung und Fischbestandsregulierung.
Aasee stabilisieren jetzt: Maßnahmen zur Erhaltung des Ökosystems am Aasee
Der Aasee, ein flaches Gewässer in Münster, zeigt steigende Wassertemperaturen im Sommer. Im Vergleich von 2022 zu 2025 stieg das Maximum von 26,9 auf 28,1 Grad Celsius an, was die Gefahr erhöhter Algen- und Blaualgenkonzentrationen mit sich bringt. Diese Algenentwicklungen belasten Fische und den Sauerstoffgehalt des Sees. Um dem entgegenzuwirken, hat die Stadt Münster eine Resilienzstrategie eingeführt, die seit 2022 umgesetzt wird und jetzt fortgeführt werden soll. Der zuständige Stadtbaurat Robin Denstorff betont, dass das Ökosystem trotz der Herausforderungen stabil geblieben sei.
Frühwarnsystem als Grundlage der Überwachung
Der Aasee ist aufgrund seiner geringen Tiefe besonders anfällig für Hitzeperioden und Sauerstoffmangel. Zur kontinuierlichen Überwachung betreibt die Stadt zwei Messstellen, die Sauerstoff, Wassertemperatur und Algenentwicklung erfassen. Sobald kritische Schwellen überschritten werden, sorgen zwölf Belüftungsgeräte für eine zusätzliche Sauerstoffzufuhr, die den Fischen als Rückzugsort dient. Dieses Frühwarnsystem ist zentraler Bestandteil der Aasee Resilienzstrategie Münster, um rechtzeitig auf ökologische Belastungen reagieren zu können.
Steuerung des Fischbestands und Lebensraumverbesserung
Seit 2021 reguliert die Stadt den Fischbestand aktiv durch den Entzug von etwa 14,6 Tonnen Friedfischen, darunter Rotaugen, Brassen und Karpfen. Gleichzeitig wurden mehr als 41.000 Zander und circa 600.000 Hechtbrütlinge durch den lokalen Angelverein „Frühauf“ ausgesetzt. Ziel ist, die Fischmasse auf maximal zehn Tonnen zu begrenzen, wobei Raubfische 30 bis 40 Prozent ausmachen sollen. Ergänzend wurden ökologische Maßnahmen wie die Anlage schwimmender Pflanzenzonen, die ökologische Aufwertung der Uferbereiche und die Schaffung von Laichhilfen umgesetzt, um Schutz- und Fortpflanzungsorte für Fische zu bieten.
Weitere Entwicklung und Ausblick
Die Resilienzstrategie und das Handlungskonzept sind eine direkte Antwort auf das Fischsterben im Sommer 2018, als eine langanhaltende Hitzephase und ein Sauerstoffzusammenbruch tausende Fische das Leben kosteten. Die Stadt wird die Investitionen in das Management des Aasees mit etwa 130.000 Euro jährlich fortsetzen und prüft aktuell eine mögliche Belüftung des Zookanalgrunds. Diese Maßnahme soll Sedimentbelastung reduzieren, Nährstoffe binden und damit das Algenwachstum hemmen. So ist eine langfristige Revitalisierung des Aasees und angrenzender Bereiche vorgesehen.
„Deshalb beobachten wir ihn genau und setzen die Maßnahmen zur Steigerung der Resilienz gezielt und bedarfsweise um“, erklärte Sonja Kramer vom Amt für Mobilität und Tiefbau.
Weitere Informationen über die Maßnahmen und den Zustand des Aasees bietet die Stadt Münster unter muenster.de. Für ergänzende ökologische Hintergründe zum Thema Gewässermanagement empfiehlt sich die Webseite des Umweltbundesamtes: Umweltbundesamt – Gewässer.
Fortsetzung der Aasee Resilienzstrategie Münster mit klaren Schritten
Die Stadt Münster hat die Fortführung der seit 2022 bestehenden Resilienzstrategie beschlossen, um das sensible Ökosystem des Aasees weiterhin zu schützen. Geplante Maßnahmen umfassen Monitoring, technische Belüftung und ökologische Aufwertung der Lebensräume. Damit reagiert die Stadt auf den Klimawandel und die langfristigen Herausforderungen für den Aasee. Die nächsten Schritte sehen die Prüfung und gegebenenfalls den Einbau einer zusätzlichen Belüftung im Zookanal sowie die konsequente Steuerung des Fischbestands vor. Die öffentliche Verwaltung rechnet mit jährlichen Ausgaben von etwa 130.000 Euro für diesen Prozess.
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