Bonn. Vor genau drei Jahren, am 6. Februar 2023, traf das Jahrhundertbeben Türkei Syrien und löste verheerende Zerstörungen aus. Rund 60.000 Menschen wurden dabei getötet und mehr als 100.000 verletzt. Die Folgen für die Infrastruktur und die Bevölkerung sind bis heute gravierend.
Hilfsbedarf bleibt hoch
Die Region im Nordwesten Syriens, die vom Jahrhundertbeben Türkei Syrien betroffen ist, leidet nach wie vor unter den Folgen der Erdbeben und eines seit über 14 Jahren andauernden Bürgerkriegs. Rund 16,5 Millionen Menschen, etwa zwei Drittel der syrischen Bevölkerung, sind weiterhin auf humanitäre Unterstützung angewiesen. Die Kombination aus Krieg und Naturkatastrophe hat weite Bereiche zerstört und viele Familien in großer Not zurückgelassen.
Lebensbedingungen nach der Katastrophe
Viele Wohngebiete liegen in Trümmern, Straßen wurden zerstört und Infrastruktur schwer beschädigt. Zahlreiche Familien leben weiterhin in Ruinen, da sie weder die Mittel haben, ihre Häuser wiederaufzubauen noch zu fliehen. Die humanitären Herausforderungen werden durch die psychosozialen Folgen verstärkt. Kinder berichten von den Erlebnissen von Tod und Verlust, die für sie zum Alltag geworden sind.
„Noch immer liegen ganze Straßenzüge in Trümmern. Viele Familien leben in Ruinen, da sie nicht die Mittel haben zu fliehen oder ihre Häuser wieder aufzubauen. Hinzu kommen die seelischen Folgen: Kinder sprechen bis heute über Tod und Verlust, als gehöre es zu ihrem Alltag.“
Aktuelle Situation im Norden Syriens
Die Situation hat sich durch jüngste Kämpfe weiter verschärft. Wiederholte Vertreibungen und fehlende Ressourcen belasten die Menschen zusätzlich. Rückkehrer sehen sich mit zerstörter Infrastruktur, unzureichender Gesundheitsversorgung und großer wirtschaftlicher Not konfrontiert. Die Hilfsorganisation CARE ist seit 2013 in Syrien aktiv und arbeitet mit lokalen Partnern daran, Gesundheitseinrichtungen zu unterstützen sowie die Trinkwasser-, Hygiene- und Abfallversorgung in Camps für Geflüchtete sicherzustellen.
- Verteilung von Winterkleidung für Kinder
- Bargeldhilfe für Familien zum Kauf von Brennmaterial und lebenswichtigen Gütern
„Gebt uns nicht auf!“ ist der häufig wiederkehrende Appell von Menschen, mit denen CARE vor Ort gesprochen hat.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Anhaltende humanitäre Unterstützung notwendig
Die Auswirkungen des Jahrhundertbebens Türkei Syrien bleiben auf lange Sicht spürbar. Gerade für die Menschen in Nordwestsyrien, die ebenfalls von einem langjährigen Konflikt betroffen sind, gestaltet sich der Wiederaufbau schwierig. Für die Bürgerinnen und Bürger der Region ist eine fortgesetzte und verlässliche humanitäre Hilfe entscheidend, um die Grundversorgung sicherzustellen und Perspektiven zu schaffen. Die Hilfsorganisationen planen, ihre Unterstützung fortzusetzen und verstärkt auf medizinische Versorgung sowie psychosoziale Betreuung zu setzen.
Weitere Informationen zu humanitärer Hilfe in Krisenregionen bietet die Seite des Auswärtigen Amts sowie regionalupdate.de mit aktuellen Berichten aus Krisengebieten.

