Münster. Die Reaktivierung der Bahnverbindung Münster Sendenhorst rückt näher. Die Bezirksregierung Münster hat den Planfeststellungsbeschluss für die 21 Kilometer lange Strecke der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) erteilt. Damit ist der Weg frei, eine moderne Mobilstation an fünf Haltepunkten in Münster zu errichten, um den Umstieg zwischen Bahn und Fahrrad zu erleichtern.
Neue Bahnverbindung nutzen: Mobilstationen und Batteriezüge für Münster und Sendenhorst
Die Reaktivierung der WLE-Strecke sieht vor, dass künftig Züge zwischen Münster und Sendenhorst verkehren. Innerhalb Münsters werden fünf Haltepunkte bedient: Halle Münsterland, Loddenheide, Gremmendorf, Angelmodde und Wolbeck. An jedem dieser Haltepunkte entsteht eine Mobilstation, die den Wechsel zwischen Verkehrsmitteln verbessern soll.
Mobilstationen für besseren Anschluss
Die Mobilstationen bieten neben Fahrrad-Anlehnbügeln auch wettergeschützte Leezenboxen zur sicheren Fahrradunterstellung. Besonders umfangreich wird das Angebot in Gremmendorf und Wolbeck sein, wo jeweils zwei Leezenboxen mit insgesamt 240 Fahrradstellplätzen errichtet werden. Zudem sind Stellplätze für Car-Sharing geplant. Die Stadt Münster trägt die Verantwortung für die Umsetzung dieser Infrastruktur an den Haltepunkten.
Batteriebetriebene Züge ohne Oberleitung
Die Züge auf der WLE-Strecke werden batteriebetrieben und benötigen daher keine Oberleitungen. Die Akkus der Züge werden am Münsteraner Hauptbahnhof geladen. Geplant sind drei Fahrten pro Stunde nach Wolbeck, davon zwei Fahrten bis Sendenhorst, im gleichen Takt in beide Richtungen. Die Bahnfahrt zwischen Wolbeck und dem Hauptbahnhof soll etwa 15 Minuten dauern.
„Für Münster ist das eine gute Nachricht. Die Bahnverbindung in den Südosten der Stadt ist ein wichtiger Baustein für die Mobilitätswende“, sagte Oberbürgermeister Tilman Fuchs. „Dieses Angebot hat das Potenzial, viele Leute für den klimafreundlichen Umstieg auf die Bahn zu gewinnen.“
Die Wiederinbetriebnahme der Strecke ist ein Teil der geplanten S-Bahn Münsterland. Dieses System soll mit neun Linien und höheren Taktfrequenzen Münster und die umliegende Region besser vernetzen.
Geplante weitere Schritte für die Bahnverbindung Münster Sendenhorst
Bevor der Zugverkehr aufgenommen werden kann, sind weitere Baumaßnahmen erforderlich. Die WLE muss das Schienennetz erneuern, Bahnübergänge anpassen, neue Bahnsteige errichten und Signaltechnik modernisieren. Die Stadt Münster hat die notwendigen Beschlüsse für ihre Maßnahmen, insbesondere zur Erschließung der Haltepunkte, bereits im vergangenen Jahr gefasst.
Die Wiederinbetriebnahme der Strecke trägt zum Ziel bei, den Auto-Pendelverkehr in die Stadt zu reduzieren und damit Emissionen zu verringern. Weitere Informationen zur Mobilitätswende in Münster finden Sie auf regionalupdate.de. Offizielle Details zur Bahnstrecke und zur S-Bahn Münsterland sind unter Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE) erhältlich.

