Sichere Lösch- und Rettungsarbeiten an Elektrofahrzeugen

Berlin. Die Zahl von Elektrofahrzeugen nimmt kontinuierlich zu und damit auch die Anforderungen an Einsatzkräfte bei Unfällen. Die DGUV hat ihre Information 205-022 überarbeitet, die nun wichtige Hinweise zum sicheren Lösch- und Rettung bei Elektrofahrzeugen zusammenfasst.

Sicher handeln bei E-Autos: So gelingt die sichere Lösch- und Rettung bei Elektrofahrzeugen

Mit rund 2,5 Millionen zugelassenen Elektro- und Hybridfahrzeugen in Deutschland im Januar 2025 steigt die Wahrscheinlichkeit, dass solche Fahrzeuge in Unfälle verwickelt sind. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat darum ihre Information 205-022 aktualisiert, die Einsatzkräften bei Bränden und Rettungsarbeiten an elektrifizierten Fahrzeugen als Leitfaden dient.

Die DGUV-Information umfasst unter anderem die Identifikation von Elektrofahrzeugen am Unfallort, die Gefahreneinschätzung und die zu treffenden Maßnahmen für Lösch- und Rettungseinsätze unter Berücksichtigung der besonderen Risiken durch Hochvoltspeicher. Die enthaltenen Empfehlungen stehen auch in kompakter Form als Taschenkarte zur Verfügung.

Spezifika von Elektrofahrzeugen bei Rettung und Brandbekämpfung

Elektrofahrzeuge bergen andere Gefahren als konventionelle Pkw. Während bei klassischen Fahrzeugen Kraftstoffe brennbeschleunigend wirken können, steht bei E-Autos vor allem der Umgang mit Hochvoltbatterien im Vordergrund. Diese bestehen meist aus Lithium-Ionen-Zellen, die bei Beschädigung oder Bränden schwer zugänglich sind und gefährliche Stoffe freisetzen können.

„Die Bekämpfung eines Hochvolt-Speicherbrandes erfordert besondere Kenntnisse und unter Umständen auch eine angepasste Einsatztaktik“, sagte Tim Pelzl, Leiter Fachbereich Feuerwehren der DGUV.

Die DGUV-Information führt Rettungskräfte Schritt für Schritt durch die Maßnahmen, um Schäden zu erkennen, die Unfallstelle sicher einzurichten und Personen gezielt zu retten, ohne sich selbst zu gefährden.

Beteiligte Institutionen und praxisnahe Umsetzung

Die Überarbeitung entstand unter Beteiligung des Deutschen Feuerwehrverbands, verschiedener Feuerwehren, Feuerwehrschulen sowie Forschungsinstituten. Ziel ist es, eine bundesweit einheitliche Lehrunterlage zu bieten, die speziell auf die Herausforderungen bei der Gefahrenabwehr an Elektrofahrzeugen eingeht.

  • Enthält praxisnahe Einsatzgrundsätze
  • Betont den Schutz der Rettungskräfte
  • Bietet Hilfsmittel wie die praktische Taschenkarte

Darüber hinaus behandelt die Information auch die Sicherheit bei der Ladeinfrastruktur von Elektroautos, da auch hier Gefahrenpotenziale auftreten können. Die Leitfäden sind über die offizielle DGUV-Webseite zugänglich DGUV Information 205-022.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Schluss: Bedeutung für Einsatzkräfte vor Ort und kommender Ausbildungsbedarf

Für Feuerwehren und Rettungskräfte in der Region bedeutet die steigende Zahl von Elektrofahrzeugen eine wachsende Herausforderung. Die überarbeitete DGUV-Information unterstützt Einsatzkräfte dabei, sicher und effektiv zu handeln, um Unfälle mit Hochvoltfahrzeugen optimal zu bewältigen. Praktische Hilfsmittel, abgestimmte Ausbildungen und Informationen zur Gefahrenlage helfen, Unfallopfer zu retten und die eigene Sicherheit zu gewährleisten.

Zukünftig sind ergänzende Schulungen und Übungen in den Feuerwehren geplant, um die Einsatzkräfte mit den Besonderheiten bei E-Autos vertraut zu machen. Bürgerinnen und Bürger können diese Entwicklungen auch auf regionalupdate.de verfolgen, wo weitere Informationen zum Thema Rettung bei E-Fahrzeugen bereitgestellt werden.

Weiterführende Informationen bietet auch die Webseite des Deutschen Feuerwehrverbands unter feuerwehrverband.de.

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