Wiesbaden. Die produktion dezember 2025 im Produzierenden Gewerbe ist im Vergleich zum Vormonat um 1,9 Prozent gesunken. Besonders die Automobilindustrie und der Maschinenbau verzeichneten deutliche Produktionsrückgänge.
Produktion im Rückgang
Die Produktion im Produzierenden Gewerbe sank im Dezember 2025 gegenüber November 2025, saison- und kalenderbereinigt, um 1,9 Prozent. Damit setzte sich der Rückgang fort, der vor allem von der Automobilindustrie mit minus 8,9 Prozent und dem Maschinenbau mit minus 6,8 Prozent beeinflusst wurde. Auch die Wartung und Montage von Maschinen verzeichnete mit 17,6 Prozent ein starkes Minus. Dem standen jedoch positive Produktionsentwicklungen gegenüber, beispielsweise die Herstellung von Metallerzeugnissen mit einem Plus von 3,2 Prozent und der sonstige Fahrzeugbau (darunter Flugzeuge und Schiffe) mit +10,5 Prozent. Die Bauproduktion stieg insgesamt um 3,0 Prozent, von denen der Hochbau mit 8,4 Prozent besonders profitierte.
Entwicklung in der Industrie
Die Industrieproduktion ohne Energie und Baugewerbe sank im Dezember um 3,0 Prozent zum Vormonat. Dabei erhöhte sich die Produktion von Konsumgütern leicht um 0,5 Prozent. Die Produktion von Investitionsgütern fiel um 5,3 Prozent, und Vorleistungsgüter gingen um 1,2 Prozent zurück. Die Energieerzeugung außerhalb der Industrie verringerte sich um 1,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war die Industrieproduktion kalenderbereinigt 0,2 Prozent niedriger.
Energieintensive Industriezweige
In den energieintensiven Branchen, die 77 Prozent des industriellen Energieverbrauchs ausmachen, sank die Produktion im Dezember 2025 gegenüber dem November 2025 um 0,9 Prozent, saison- und kalenderbereinigt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag sie 2,6 Prozent niedriger. Über die Entwicklung in diesen Industriezweigen informiert die Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ des Statistischen Bundesamtes ausführlich.
Beispiele der Produktionsentwicklung für Dezember 2025:
- Automobilindustrie: -8,9 %
- Maschinenbau: -6,8 %
- Wartung und Montage von Maschinen: -17,6 %
- Metallerzeugnisse: +3,2 %
- Sonstiger Fahrzeugbau: +10,5 %
- Bauproduktion insgesamt: +3,0 %
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Jahresbilanz 2025 und regionale Einordnung
Für das gesamte Jahr 2025 fiel die Produktion im Produzierenden Gewerbe kalenderbereinigt 1,1 Prozent niedriger aus als 2024. Wachstum gab es lediglich in der Energieerzeugung mit einem Plus von 1,6 Prozent. Industrie und Baugewerbe verzeichneten Rückgänge von 1,3 beziehungsweise 1,7 Prozent. Innerhalb der Industrie lagen die größten Rückgänge bei der Automobilindustrie (-1,7 %) und dem Maschinenbau (-2,6 %). Für energieintensive Industriezweige, mit knapp einer Million Beschäftigten in Deutschland, fiel die Produktion im Jahresvergleich um 2,6 Prozent. Im Vergleich zu 2021 liegt die Produktion in diesen Branchen sogar 17,8 Prozent niedriger.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass insbesondere Wirtschaftsbereiche mit hoher Industriepräsenz wie Automobilbau, Maschinenbau und energieintensive Branchen aktuell mit Herausforderungen konfrontiert sind. Diese Entwicklungen können mittelbare Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und regionale Wirtschaftskraft haben. Aktuelle Daten und weitere Analysen können auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes www.destatis.de eingesehen werden.
Für weiterführende Informationen und aktuelle Wirtschaftsdaten empfehlen wir auch das Angebot von regionalupdate.de.
Quellen: Statistisches Bundesamt, Destatis Pressemitteilung, Dashboard Deutschland, GENESIS-Online-Datenbank.

