Berlin. Eine aktuelle Umfrage von Riverty und Adyen zeigt, wie deutsche Verbraucher zu KI gesteuerten Einkaeufen stehen und welche Erwartungen sie an Transparenz und Kontrolle bei automatisierten Einkaufsentscheidungen haben.
KI-Shopping im Fokus
Künstliche Intelligenz verändert zunehmend den Handel. Verbraucher überlassen KI-Agenten Aufgaben wie Produktsuche, Auswahl und Bezahlung. Die Umfrage in Deutschland ergab, dass 93 Prozent der Befragten jederzeit Einsicht in oder die Möglichkeit zum Stoppen von KI-gesteuerten Einkaufsentscheidungen wünschen. Zudem bevorzugen viele ein Ausgabenlimit, wobei 50 Euro als häufigste Obergrenze genannt werden.
Altersunterschiede bei Budgets und Kontrolle
Die Untersuchung zeigte Unterschiede in den Altersgruppen: Ältere Menschen (55–65 Jahre) setzen häufiger auf das niedrigste Ausgabenlimit von bis zu 50 Euro. Junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren tolerieren höhere Limitierungen bis zu 100 Euro, während die 25- bis 34-Jährigen auch Ausgaben bis zu 250 Euro anvertrauen würden. Insgesamt bevorzugt fast die Hälfte der Befragten, dass ein Mensch die finale Kaufentscheidung bestätigt. Frauen befürworten diese Kontrolle stärker als Männer.
Produktkategorien und Vertrauen
Bei Produkten fühlen sich Verbraucher mit KI-Einkäufen besonders bei Unterhaltungselektronik (63 Prozent), Elektronik allgemein und Lebensmitteln (je 60 Prozent) sicher. Größere Skepsis herrscht bei Kinderspielzeug sowie Schönheits- und Gesundheitsartikeln. Die Studienautoren empfehlen Händlern gezielte Maßnahmen, um Vertrauen vor allem bei sensiblen Produktgruppen zu stärken.
„Verbraucher wünschen sich beim KI-Einkauf vor allem Vertrauen, Kontrolle, Transparenz und Vorhersehbarkeit“, erklärte Hella Fuhrmann, Country-Managerin DACH bei Adyen.
Emotionen und Zahlungspräferenzen
Die Gefühle gegenüber KI gesteuerten Einkaeufen sind zwiegespalten: 46 Prozent der Befragten empfinden Skepsis, 44 Prozent fühlen Kontrollverlust. Dennoch zeigen 33 Prozent Neugier, vor allem die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen. Transparenz über Datenverwendung und Entscheidungsprozesse der KI wird von 79 Prozent als Vertrauen stärkend angesehen.
Bei den Zahlungsarten bevorzugen über 55 Prozent die Zahlung auf Rechnung, gefolgt von Kreditkarte und Lastschrift mit jeweils rund 13 Prozent. Flexible Zahlungsmethoden wie Buy Now, Pay Later tragen laut 70 Prozent der Befragten zum Vertrauen in KI-gesteuerte Einkäufe bei.
„Verbraucher lehnen KI-Shopping nicht ab. Sie lehnen Unsicherheit ab“, so Alexander Scheibel, Product Development Lead BNPL bei Riverty.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung und Ausblick auf KI-Shopping
Für Konsumenten in Deutschland bedeutet die Entwicklung hin zu KI gesteuerten Einkaeufen, dass der Handel transparenter und kundenorientierter werden muss. Die Forderung nach Kontrolle und Vertrauensbildung verweist auf eine starke Beteiligung der Verbraucher an automatisierten Prozessen. Regionale Händler sollten die Ergebnisse berücksichtigen und flexible Zahlungsmodelle sowie klare Informationsangebote bereitstellen, um Kundenzufriedenheit zu sichern.
Geplante weitere Untersuchungen und Entwicklungen könnten helfen, Vorbehalte abzubauen und die Akzeptanz von KI-basiertem Handel in der Breite zu fördern. Interessierte können sich auf regionalupdate.de über die neuesten regionalen Entwicklungen zu digitalen Handelstechnologien informieren. Weitere Details zur Studie sind auf den Seiten von Riverty und Adyen nachzulesen.

