17. Sicherheitsreport zeigt Angst vor militärischem Konflikt in Deutschland

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Berlin. Das Sicherheitsgefühl in Deutschland ist weiter rückläufig, während die Bevölkerung die Gefahr eines militärischen Konflikts in Deutschland zunehmend besorgt betrachtet. Die aktuellen Umfrageergebnisse des Sicherheitsreports verdeutlichen, wie sehr Ängste vor äußeren Bedrohungen und inneren Unsicherheiten die Stimmung prägen.

Sicherheitsgefühle sinken: Militärischer Konflikt Deutschland als zentrale Sorge

Rückgang des Sicherheitsgefühls in Deutschland

Nur 55 Prozent der Bevölkerung fühlen sich derzeit in Deutschland „alles in allem sicher“, ein deutlicher Rückgang gegenüber 2019, als noch nahezu drei Viertel dieses Gefühl hatten. Die Pandemiezeit mit erhöhtem Sicherheitsgefühl wird aktuell ebenfalls deutlich unterschritten. Diese Verschlechterung hängt eng mit einer wachsenden Wahrnehmung von Risiken und Bedrohungen zusammen, die sich sowohl auf äußere als auch auf innere Sicherheitsaspekte beziehen.

Militärischer Konflikt Deutschland und geopolitische Risiken

Der seit vier Jahren andauernde Krieg in der Ukraine bleibt die größte Sorge der Bevölkerung. 78 Prozent machen sich große Sorgen über den Konflikt, 69 Prozent über die Möglichkeit, dass Deutschland selbst in militärische Auseinandersetzungen verwickelt werden könnte. Neben Russland bewerten die Bürger auch die USA zunehmend als Sicherheitsrisiko im globalen Kontext. 78 Prozent sehen die USA als Bedrohung für die deutsche Wirtschaft, 66 Prozent äußern Zweifel an der Bündnistreue der NATO.

„Das Vertrauen der Deutschen in die NATO ist schlagartig eingebrochen. Auf die Unterstützung durch die USA im Bündnisfall hofft nur noch eine Minderheit“, sagte Professor Dr. Klaus Schweinsberg.

Bewusstsein für Risiken kritischer Infrastruktur wächst

Neben militärischen Ängsten ist auch das Risiko von Cyberangriffen und Sabotage an kritischen Infrastrukturen der Bevölkerung stark bewusst. 71 Prozent betrachten Cyberattacken auf die Infrastruktur als eine der größten Gefahren für Deutschland, 69 Prozent sehen Sabotage als Bedrohung. Die Sorge, persönlich von Ausfällen betroffen zu sein, steigt deutlich an. So fühlen sich aktuell 24 Prozent durch ein mögliches Stromnetzversagen bedroht, gegenüber nur sieben Prozent vor fünf Jahren.

Innere Sicherheit und Migration weiterhin wichtige Themen

Auch die innere Sicherheit bleibt für viele Bürger ein Anliegen. 63 Prozent sorgen sich um Kriminalität und zunehmende Gewaltphänomene. Migration wird weiterhin als Faktor für Unsicherheiten gesehen: 61 Prozent sind der Meinung, dass in Deutschland zu viele Ausländer leben. Besonders bei Geflüchteten liegt die Einschätzung, die Zahl sei zu hoch, sogar bei 68 Prozent.

Stärkung der Bundeswehr und Wehrpflicht-Debatte

Das Vertrauen in die Bundeswehr wächst: 56 Prozent der Bevölkerung sind überzeugt, dass diese in den kommenden Jahren deutlich gestärkt wird. Dabei wird auch ein verpflichtendes Dienstjahr breit unterstützt: 72 Prozent der Deutschen sprechen sich für eine allgemeine Dienstpflicht für junge Menschen aus, mit Wahlmöglichkeit zwischen militärischem und zivilem Einsatz.

„Angesichts der absehbaren Herausforderungen für unser Land ist das Unterlassen der Politik mindestens grob fahrlässig“, kritisierte Professor Dr. Klaus Schweinsberg die fehlenden politischen Entscheidungen zur Wehrpflicht.


Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Sicherheitslage in Deutschland: Regionale Einordnung und Konsequenzen

Die Wahrnehmung eines wachsenden Risikos eines militärischen Konflikts in Deutschland betrifft auch die Regionen unmittelbar. Steigende Ängste vor Cyberangriffen, Sabotage und Gewalttaten wirken sich auf kommunale Sicherheitskonzepte aus. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, wachsam zu bleiben und auf staatliche Schutzmaßnahmen zu setzen. Die Befürwortung eines verpflichtenden Dienstjahres zeigt zudem ein gesellschaftliches Bemühen, die Verteidigungsfähigkeit zu stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unsicheren Zeiten zu erhöhen.

Zukünftige Schritte umfassen die verstärkte Aufklärung über Sicherheitslagen, Ausbau der Cyberabwehr sowie die politische Klärung über Wehrpflicht und Zivildienst. Die eben erschienene Studie des IfD Allensbach liefert weitere Erkenntnisse zum Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und ist ein wichtiges Instrument für Politik und Verwaltung. Mehr Informationen finden Sie auch beim Institut für Demoskopie Allensbach sowie auf regionalupdate.de.


Quelle: Sicherheitsreport 2026 des Centrums für Strategie und Höhere Führung und IfD Allensbach

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