Bürokratie und Fachkräftemangel hemmen Mittelstands-Innovation

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Berlin. Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat in ihrem aktuellen Jahresgutachten die Bedeutung von Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands unterstrichen. Dabei stellt sie fest, dass verschiedene Hemmnisse mittelstand innovationskraft hemmen und empfiehlt Maßnahmen, um diese zu beseitigen.

Mittelstand stärken jetzt

Die Rolle des Mittelstands in Deutschland ist zentral, da diese Unternehmen einen großen Teil der wirtschaftlichen Struktur ausmachen. Die EFI weist darauf hin, dass mittelständische Unternehmen trotz vergleichsweise geringerer Ausgaben häufiger Produkt- und Prozessinnovationen umsetzen als größere Firmen. Dies führt zu einem höheren Anteil am Umsatz mit neuen Produkten. Allerdings werden diese Innovationsprozesse durch Faktoren wie Fachkräftemangel, bürokratische Hürden und komplexe Verwaltungsverfahren gebremst.

Bürokratische Lasten und Förderprozesse

Ein wesentliches Hemmnis ist die Bürokratie bei der Beantragung staatlicher Fördermittel. Die im Jahr 2020 eingeführte Forschungszulage ist zwar beliebt, wird jedoch durch aufwendige Antragsverfahren erschwert. Laut Prof. Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung und EFI-Mitglied, bedarf es vereinfachter und automatisierter Prozesse, um den Zugang zur Förderung gerade für kleinere Unternehmen zu erleichtern.

Fachkräftemangel als Innovationsbremse

Der Mangel an qualifizierten Fachkräften behindert die Umsetzung innovativer Ideen im Mittelstand erheblich. Die Expertenkommission empfiehlt daher, die Einwanderung von Fachkräften zu erleichtern und Verfahren zu beschleunigen. Die geplante „Work-and-Stay-Agentur“, die als zentrale digitale Plattform fungieren soll, kann diesen Prozess unterstützen, indem sie Einreise, Anerkennung von Qualifikationen und Aufenthaltstitel koordiniert.

„Mittelständische Unternehmen stoßen bei der Umsetzung innovativer Ideen an administrative und personelle Grenzen“, sagte Prof. Irene Bertschek vom ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung.

  • Vereinfachte Antragsprozesse zur Forschungsförderung sind notwendig
  • Bürokratieabbau sollte Priorität bei der Modernisierung von Verwaltung und Genehmigungsverfahren haben
  • Einwanderungsverfahren für Fachkräfte müssen digitalisiert und beschleunigt werden

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Innovationshemmnisse im Mittelstand – regionale Herausforderungen und Perspektiven

Für den Mittelstand in zahlreichen Regionen Deutschlands ist das Gutachten ein Hinweis auf dringend anstehende Reformen. Die Anstrengungen zur Reduzierung bürokratischer Prozesse und zur Fachkräftesicherung sind entscheidend, um die Innovationskraft nachhaltig zu stärken. Regionen profitieren von leistungsfähigen mittelständischen Unternehmen, die als Innovationstreiber und Arbeitgeber fungieren. Für Bürgerinnen und Bürger kann dies zu mehr Arbeitsplätzen und wirtschaftlicher Stabilität führen. Als nächster Schritt wird erwartet, dass Bund und Länder die Empfehlungen der EFI umsetzen, darunter praktikable Digitalisierungsprojekte und Maßnahmen für die gezielte Fachkräftegewinnung.

Weiterführende Informationen zur Innovationsförderung in Deutschland bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter bmbf.de. Details zum Mittelstand und seiner Bedeutung sind bei regionalupdate.de hier verfügbar.

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