Hiltruper See

Ultraschall gegen Blaualgen im Hiltruper See ausgesetzt

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Münster. Die Stadt Münster setzt den Einsatz von Ultraschall gegen Blaualgen im Hiltruper See vorübergehend aus. Diese Entscheidung erfolgt im Rahmen eines engmaschigen Monitorings und eines externen Gutachtens, um zu prüfen, ob der See auch ohne technische Unterstützung ökologisch stabil bleibt. Die Fokus-Keyphrase „Ultraschall Blaualgen Hiltruper“ ist dabei zentral für die Bewertung.

Blaualgen-Überwachung pausiert: Ultraschall Blaualgen Hiltruper

Hintergrund des Ultraschalleinsatzes

Im Herbst 2011 kam es am Hiltruper See zu einer starken Blaualgenblüte. Als Reaktion darauf führte die Stadt Münster im Jahr 2012 die Ultraschalltechnologie ein, mit der gezielt Cyanobakterien bekämpft werden. Die speziell erzeugten Schallwellen zerstören die Schwimmblasen der Blaualgen, sodass diese absinken und am Gewässergrund absterben. Diese Methode verhinderte in den folgenden Jahren größere Blaualgen-Massenaufkommen.

Verbesserte ökologische Bedingungen

Während der Ultraschallanwendung konnte sich der Bestand an Unterwasserpflanzen erholen. Diese Pflanzen verdrängen auf natürliche Weise die Blaualgen und tragen damit wesentlich zur ökologischen Stabilität des Sees bei. Die aktuelle Messung der Blaualgenwerte Anfang 2026 lag mit 2,5 Mikrogramm pro Liter deutlich unter den kritischen Grenzwerten.

Technische Herausforderungen und neue Untersuchungen

Ende 2025 fiel einer der beiden Ultraschallsender aus, während der zweite noch funktionierte. Bereits Anfang 2025 hatte die Stadt eine zeitweise Aussetzung des Ultraschalls erwogen, um die Stabilität des Gewässers zu bewerten. Deshalb werden nun umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, bei denen die Wasserqualität im Nord- und Südbecken des Hiltruper Sees verstärkt kontrolliert wird.

Externes Gutachten und Monitoring

Zur Bestandsaufnahme lässt die Stadt ein externes Gutachten erstellen. Dieses soll den aktuellen Zustand des Sees dokumentieren und mit der Situation vor Einführung der Ultraschallgerätetechnik vergleichen. Dadurch soll ermittelt werden, ob sich eine natürliche Regulation des Gewässers ohne technischen Eingriff einstellen kann.

„Eine natürliche Regulation des Sees wäre die nachhaltigste und langfristig wirtschaftlichste Lösung“, sagte David Siemer vom Amt für Umwelt, Grünflächen und Nachhaltigkeit.

Einsatz von Ultraschall gegen Blaualgen im Überblick

  • Verhindert große Blaualgenblüten seit 2012
  • Zerstört Schwimmblasen der Cyanobakterien
  • Unterstützt die Erholung natürlicher Unterwasserpflanzen
  • Zwecks Evaluierung aktuell ausgesetzt
  • Intensive Wasserqualitätsüberwachung läuft

Nächste Schritte für den Hiltruper See

Die Stadt Münster plant, die Ergebnisse des externen Gutachtens und die Erkenntnisse des Monitorings abzuwarten, bevor über eine dauerhafte Strategie entschieden wird. Die fortlaufenden Kontrollen stellen sicher, dass Veränderungen der Wasserqualität schnell erfasst werden. Die langfristige Zielsetzung ist eine ökologische Stabilität des Sees ohne technische Eingriffe.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf den Seiten des Umweltbundesamtes mit aktuellen Daten zu Gewässerqualitäten in Deutschland.

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