KfW Research: Wagniskapitalgeber setzen in Deutschland andere Prioritäten

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Frankfurt am Main. Im Bereich wagniskapital start-ups deutschland zeigen sich besondere Schwerpunkte, wie eine Analyse von KfW Research auf Basis der Dealroom.co-Datenbank verdeutlicht. Während das Gesamtvolumen der Investitionen bei 7,2 Milliarden Euro lag, fließt ein überdurchschnittlicher Anteil in innovative Felder wie Klimatechnologien, Verteidigung und Künstliche Intelligenz.

Wagniskapital in Deutschland

Eine genaue Betrachtung des deutschen Wagniskapitalmarktes zeigt deutliche Unterschiede zu globalen Trends. Im Bereich Climate-Tech investierten deutsche Venture-Capital-Geber 2025 insgesamt 1,3 Milliarden Euro, was 18 Prozent des deutschen VC-Marktes entspricht. International liegt dieser Anteil nur bei acht Prozent. Start-ups, die an Produkten mit ziviler und militärischer Nutzung arbeiten (Dual Use & Defense), erhielten 1,16 Milliarden Euro. Dies ist eine Steigerung um 42 Prozent zum Vorjahr und macht einen Anteil von 16 Prozent aus – weltweit sind es nur vier Prozent.

Weitere Schwerpunkte bei Investitionen

Im Segment Cybersicherheit investierten VC-Firmen in Deutschland 578 Millionen Euro, was einem Wachstum von 632 Prozent entspricht. Der Anteil liegt hier bei acht Prozent, während weltweit fünf Prozent der Investments in diesen Bereich gehen.

Im Bereich der Künstlichen Intelligenz stiegen die VC-Investitionen um 45 Prozent auf fast drei Milliarden Euro. Trotz einer weltweiten Zunahme von 74 Prozent hält Deutschland einen hohen Anteil von 41 Prozent der Investitionen im KI-Sektor.

„Die weit verbreitete Annahme, dass Deutschland im Bereich Künstliche Intelligenz wenig zu bieten hat, stimmt nicht. Es gibt inzwischen viele vielversprechende Start-ups in Deutschland, die in diesem Bereich aktiv sind“, sagte Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

Zukunftstrends bei Wagniskapital

Investoren erwarten für 2026 einen Fokus auf Start-ups mit Schwerpunkt Internet of Things (IoT) und Robotics. Diese Sektoren verzeichneten 2025 erstmals wieder ein Wachstum um 24 Prozent auf 809 Millionen Euro. Dabei profitieren laut Dr. Schumacher besonders die in Deutschland etablierte Industriekultur und der Innovationsstandort für Produktionstechnik. Auf den Plätzen zwei bis vier folgen weiterhin Defense/Dual Use, Cybersicherheit sowie Künstliche Intelligenz als Wachstumsfelder.

Neuere Technologiefelder wie Quantentechnologie und Kernfusion gewinnen ebenfalls an Interesse. Die Investitionen in diese Bereiche sind zwar noch vergleichsweise gering, steigen aber deutlich. Im Jahr 2025 erhöhten sich die Mittel für Quantentechnologiestart-ups um 37 Prozent auf knapp 96 Millionen Euro, für Kernfusionsunternehmen sogar um 212 Prozent auf 258 Millionen Euro.

Beispiel:

  • 7,2 Milliarden Euro Gesamtinvestitionsvolumen in Deutschland 2025
  • 1,3 Milliarden Euro Climate-Tech (18%)
  • 1,16 Milliarden Euro Dual Use & Defense (16%)
  • 578 Millionen Euro Cybersicherheit (8%)
  • Nahezu 3 Milliarden Euro Künstliche Intelligenz (41%)

Diese Werte zeigen die regionale Ausrichtung des wagniskapital start-ups deutschland-Marktes im Vergleich zu globalen Investitionstrends.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Entwicklungen und Bedeutung für die Region Frankfurt am Main

Frankfurt am Main profitiert als Finanzzentrum direkt von den Investitionen in innovative Start-ups. Die Fokussierung auf Technologien wie Climate-Tech, KI und Industrie 4.0 stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region und trägt zur Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze bei. Für Gründer und Investoren bieten sich Chancen, am Wachstum dieser zukunftsträchtigen Branchen teilzuhaben.

Die KfW plant weitere Studien und Förderprogramme, um das Ökosystem für Start-ups in Deutschland auszubauen und insbesondere jene Bereiche zu unterstützen, die den höchsten Wachstumsprognosen entsprechen. Interessierte können sich über die Studie auf der Webseite der KfW informieren (KfW Fokus Volkswirtschaft).

Für umfassendere Informationen über regionale Innovations- und Investitionsförderung besuchen Sie auch regionalupdate.de.


Artikel mit Daten der KfW Research, Frankfurt am Main

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