Vertrauen in politische Institutionen und gesellschaftliches Eingebundensein

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Berlin. Eine aktuelle Auswertung des Deutschen Alterssurveys untersucht das politische Vertrauen in der Gesellschaft der zweiten Lebenshälfte. Die Studie zeigt, wie Vertrauen in politische Institutionen und Akteure sowie das Gefühl sozialer Ausgrenzung zusammenhängen.

Politisches Vertrauen stärken

Die Untersuchung basiert auf Daten aus dem Winter 2023/2024 und richtet den Fokus auf Menschen ab 43 Jahren. Demnach vertrauen die meisten Befragten der Polizei, der Wissenschaft und der Justiz mit Anteilen zwischen 79 und 89 Prozent. Politische Institutionen wie Bundestag, Bundesregierung, Parteien sowie die Europäische Union erfahren deutlich weniger Vertrauen, ebenso die Medien, dessen Werte zwischen 22 und 40 Prozent liegen.

Stabilität der Vertrauenswerte trotz Krisen

Die Ergebnisse bestätigen eine vergleichbare Rangfolge wie in früheren Studien. Die Erstautorin Lisa J. Klasen erklärt, dass diese Stabilität vermutlich an der Wahrnehmung von Eigenschaften wie Neutralität liegt, die als relativ konstant eingeschätzt werden. Ein genereller Anstieg oder Rückgang des Vertrauens konnte nicht festgestellt werden, da nur ein einziger Erhebungszeitpunkt vorliegt.

Soziale Exklusion als Einflussfaktor

Besonders auffällig ist der Zusammenhang zwischen sozialer Exklusion und politischem Vertrauen. Personen, die sich gesellschaftlich ausgeschlossen fühlen, zeigen einen um 12 bis 28 Prozentpunkte geringeren Grad an Vertrauen in politische Institutionen und Akteure.

  • Dieses Phänomen betrifft vor allem Menschen in der zweiten Lebenshälfte.
  • Das Empfinden sozialer Ausgrenzung gilt als gesellschaftliches Problem mit potenziellen Auswirkungen auf die Demokratie.

„Politisches Vertrauen ist wichtig für eine funktionierende Demokratie. Ohne Vertrauen werden politische Prozesse erschwert“, sagte Lisa Klasen. „Gleichzeitig entsteht Vertrauen nicht von selbst. Es lässt sich nicht einfach herstellen oder verordnen, sondern wächst über längere Zeit.“

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Politisches Vertrauen in der Region: Bedeutung und Ausblick

Auch für die Region zeigt sich, dass das Vertrauen in zentrale Institutionen Grundlage für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Für Bürgerinnen und Bürger ist es wichtig, sich eingebunden und gehört zu fühlen, um politische Maßnahmen wie in Krisenzeiten (etwa bei Inflation oder Pandemiebeschränkungen) mitzutragen.

Das Deutsche Zentrum für Altersfragen, Träger der Studie, empfiehlt eine verstärkte gesellschaftliche Sensibilisierung für das Thema soziale Ausgrenzung – insbesondere im fortgeschrittenen Alter. Dadurch könnten langfristig die Stabilität demokratischer Strukturen gestärkt werden. Weitere Forschungen und politische Maßnahmen werden in den kommenden Jahren erwartet, um das Vertrauen zu fördern und soziale Exklusion abzubauen.

Detaillierte Informationen zur Studie stehen auf der Website des Deutschen Zentrums für Altersfragen bereit. Außerdem informiert die Bundeszentrale für politische Bildung zu Hintergrund und Bedeutung von politischem Vertrauen hier.


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