Fachkräfteeinwanderungsgesetz führt zu Verdopplung der Erwerbsmigration

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Nürnberg. Die Fachkraefte einwanderung Erwerbsmigration hat sich seit 2020 deutlich erhöht: Im Juni 2025 arbeiteten rund 420.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte mit entsprechenden Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnissen in Deutschland – mehr als doppelt so viele wie fünf Jahre zuvor.

Zahl der Erwerbsmigration steigt

Die Zahlen bestätigen den Trend einer stärkeren Erwerbsmigration in Deutschland. Seit dem Inkrafttreten des Fachkräftezuwanderungsgesetzes am 1. März 2020 wurden zusätzliche Erleichterungen umgesetzt. So wurde im Jahr 2023 das erforderliche Mindesteinkommen für die Blaue Karte EU gesenkt. Dies führte dazu, dass mittlerweile über 164.000 Beschäftigte mit Herkunft außerhalb der EU eine Blaue Karte besitzen. Im Vergleich zu 2020 entspricht dies einem Zuwachs von 114 Prozent.

Erweiterte Beratungsangebote der Bundesagentur für Arbeit

Das steigende Interesse zeigt sich auch in der Nutzung von Beratungsangeboten. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) verzeichnete bis Ende 2025 insgesamt 360.000 digitale Beratungen mit ausländischen Fachkräften. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier auf der Berufsanerkennung, mit 23.600 Beratungen allein im Jahr 2025. Die BA unterstützt Fachkräfte bereits vor ihrer Einreise, um Qualifikationen besser anerkennen zu können.

Bedeutung der Westbalkanregelung

Die Westbalkanregelung spielt eine wichtige Rolle für die Erwerbsmigration. Sie betrifft sozialversicherungspflichtige Beschäftigte aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien, die über erleichterte Verfahren in Deutschland arbeiten können. Aktuell kommen gut 25 Prozent der Erwerbsmigranten aus diesen Ländern. Mitte 2024 wurde das Kontingent für Arbeitsmarktzulassungen aus der Region auf 50.000 verdoppelt. Die Nachfrage übersteigt jedoch das Angebot deutlich: Im Dezember 2025 musste die BA rund 18.000 Anfragen ablehnen, da das Limit erreicht war.

„Die Zahlen zeigen, dass Deutschlands Bedarf an Fachkräften durch die Erwerbsmigration gedeckt wird, jedoch weiterhin Herausforderungen bei der Angebotserfüllung bestehen“, erklärte ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit.

Weitere Informationen zur Fachkräftezuwanderung bietet die Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Website sowie den Social-Media-Kanälen. Für praktische Hinweise zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen empfiehlt sich ein Blick auf die offizielle Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Fachkraefte einwanderung Erwerbsmigration: Bedeutung für die Region und Ausblick

Nürnberg und die umliegende Region profitieren von der Zunahme der erwerbsbedingten Migration insbesondere durch Fachkräfte aus dem Ausland. Die steigenden Zahlen bedeuten eine Entlastung des regionalen Arbeitsmarktes und tragen zur Fachkräftesicherung in verschiedenen Branchen bei. Darüber hinaus erhöht sich der Informationsbedarf, weshalb Beratungsstellen der Bundesagentur für Arbeit vor Ort weiterhin eine wichtige Rolle übernehmen.

Für Bürgerinnen und Bürger in der Region sind die Entwicklungen vor allem durch verbesserte Beschäftigungsmöglichkeiten und eine vielfältigere Arbeitskultur spürbar. Geplante weitere Senkungen der Zugangshürden sowie die Ausweitung von Beratungsangeboten sollen den Trend der positiven Entwicklung in der Erwerbsmigration fortsetzen.

Aktuell gilt es, das Kontingent der Westbalkanregel weiterhin anzupassen und die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, um dem anhaltend hohen Fachkräftebedarf zu entsprechen. Regionale Unternehmen und Fachkräfte können Informationen und Unterstützung unter anderem auf regionalupdate.de finden.

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