Blindgänger Verdacht verzögert Sanierung des Lamberti Brunnens

Sanierung des Lamberti-Brunnens in Münster verzögert

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Münster. Die Sanierung Lamberti-Brunnen Münster verzögert sich aufgrund eines Blindgänger-Verdachts am Standort. Die Stadt plant nun eine umfassendere Erneuerung des Brunnens, die neben der Technik auch denkmalpflegerische Arbeiten umfasst und höhere Kosten verursacht.

Sanierung startet bald: Umfangreiche Maßnahmen für den Lamberti-Brunnen

Die Stadt Münster musste den Lamberti-Brunnen für die geplante Sanierung vollständig abbauen, weil in unmittelbarer Nähe ein Verdacht auf Blindgänger besteht. Um diesen zu überprüfen, werden mehrere Bohrungen am Standort vorgenommen. Die neue Situation ermöglicht der Stadt, den Brunnen gründlicher zu sanieren als zunächst vorgesehen.

Neben dem Abbau und der technischen Erneuerung sieht der Vorschlag der Verwaltung vor, sämtliche Leitungen im Brunnen zu erneuern und die sechs früher vorhandenen Fontänen wieder in Betrieb zu nehmen. Außerdem sollen Schäden an Steinen und Skulpturen durch Steinmetzarbeiten beseitigt werden. Die Schiefstellung des Brunnens wird ausgeglichen und das Pflaster rund um den Brunnen geglättet. So soll der Brunnen wieder optisch dem Zustand nach dem Zweiten Weltkrieg entsprechen und moderne technische Anforderungen erfüllen.

Kosten und Finanzierung

Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf schätzungsweise 850.000 Euro. Davon übernimmt eine private Stiftung etwa 370.000 Euro, während die Stadt Münster rund 480.000 Euro trägt. Der ursprüngliche Kostenvoranschlag lag bei etwa 400.000 Euro. Ein Großteil der Aufwendungen entfällt auf die moderne Brunnentechnik, den Ab- und Wiederaufbau sowie die Wiederherstellung des Kirchplatzes.

Weiterer Ablauf und Zeitplan

Nach Zustimmung durch den Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen am 10. März sollen nach dem Abbau des Brunnens bis zum Sommer Bohrungen zur Blindgänger-Prüfung durchgeführt werden. Diese sollen gewährleisten, dass der Lamberti-Kirchplatz rechtzeitig für den NRW-Tag und das Stadtfest „Münster Mittendrin“ im August genutzt werden kann. Falls sich der Verdacht bestätigt, sind im Herbst gezielte Grabungen durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst geplant. Die eigentlichen Sanierungsarbeiten der Stadtwerke Münster beginnen voraussichtlich im Frühjahr 2027 und sollen im Sommer 2027 abgeschlossen sein.

„Die Sanierung bietet die Chance, den Lamberti-Brunnen nicht nur technisch, sondern auch denkmalpflegerisch umfassend zu erneuern und langfristig zu erhalten“, erklärte die Stadtverwaltung.

Weitere Informationen zur Stadt und ihren Projekten finden Sie auf regionalupdate.de. Ausführliche Details zur Kampfmittelräumung bietet die Staatliche Rheinische Denkmalpflege.

Ausblick: Modernisierung und Erhalt des historischen Brunnens

Sobald der Ausschuss am 10. März den neuen Sanierungsplan beschließt, ist die umfassende Sanierung des Lamberti-Brunnens der nächste Schritt. Dafür sind unterschiedliche Maßnahmen von technischer Erneuerung über denkmalpflegerische Instandsetzung bis zur Wiederherstellung des historischen Aussehens geplant. Die Prüfung des Blindgänger-Verdachts in diesem Jahr ist entscheidend, damit der Kirchplatz für geplante Veranstaltungen barrierefrei und sicher zur Verfügung steht. Die Fertigstellung der Arbeiten wird für Mitte 2027 erwartet.

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