Spatzen brauchen jetzt Platz in den Gärten

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Hamburg. Der Haussperling, besser bekannt als Spatz, steht zunehmend vor Herausforderungen in urbanen Lebensräumen. Unter dem Aspekt spatz nistplätze schützen zeigt sich, wie wichtig geeignete Lebensräume in Städten und Gemeinden für den Erhalt der Art sind.

Spatzen schützen jetzt

Der Spatz lebt seit etwa 10.000 Jahren als Kulturfolger in unmittelbarer Nachbarschaft zum Menschen. Auffällig ist jedoch ein deutlicher Rückgang der Populationen. Bundesweit wird die Zahl der Brutpaare auf rund sechs Millionen geschätzt, doch besonders in Städten wie Hamburg, Berlin sowie in den Bundesländern Bayern, Hessen und Niedersachsen zeichnet sich ein teils drastischer Bestandsrückgang ab. In Hamburg gilt der Haussperling seit 2018 als gefährdet. Ein Grund für diese Entwicklung sind moderne Landschaftsgestaltungen, die kaum noch natürliche Nistplätze und Nahrungsquellen bieten.

Ursachen für Bestandsrückgänge

Typische Lebensräume mit Mauerspalten, alten Dachziegeln oder begrünten Fassaden werden häufig durch glatte, moderne Hausfassaden ersetzt. Zusätzlich führen gepflegte, aufgeräumte Gärten mit wenig Pflanzenvielfalt und dem Ersatz von Hecken durch Zäune oder Steinflächen dazu, dass Insekten und Samen, als Hauptnahrung des Spatzen, kaum noch in ausreichendem Maße verfügbar sind. Dies erschwert nicht nur die Brut, sondern auch die Aufzucht des Nachwuchses.

Maßnahmen zum Schutz der Spatzen

Um den Spatzen zu helfen, empfiehlt die Deutsche Wildtier Stiftung:

  • Erhalt von Efeu an Hauswänden und das Pflanzen dichter Hecken zum Schutz und als Sammelplätze.
  • Anbringen von Nistkästen in einer Höhe von mindestens vier bis fünf Metern mit einem Einflugloch von vier Zentimetern Durchmesser.
  • Pflanzung heimischer Sträucher wie Schlehe oder Weißdorn, die Insekten und deren Larven anziehen, welche als Nahrung für die Jungvögel wichtig sind.

„Es lohnt sich, in Brutplätze zu investieren. Denn hat ein Spatz einmal einen guten Nistplatz gefunden, bleibt er oft über Jahre standorttreu – und sorgt im Frühjahr für fröhliches Gezwitscher“, sagte Lea-Carina Hinrichs von der Deutschen Wildtier Stiftung.

Das Bundesnaturschutzgesetz schützt die Fortpflanzungs- und Ruhestätten wild lebender Tiere. Bei Gebäudesanierungen müssen Nistplätze vorab erfasst und gegebenenfalls durch spezielle Nistkästen ersetzt werden.

Beispielhafte Schutzprojekte in Hamburg, etwa in der HafenCity, zeigen, wie die Kombination aus Nistkasten-Anbringung und Pflanzungen insektenfreundlicher Sträucher wirksam unterstützt. Die Initiativen werden unter anderem zusammen mit Schulen durchgeführt.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Schutz von Spatzen – lokale Bedeutung und weitere Schritte

In Hamburg, einer Stadt, in der der Spatzenbestand besonders leidet, sind Maßnahmen zum Schutz der Nistplätze von hoher Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht in urbanen Bereichen. Für Bürgerinnen und Bürger heißt das konkret, dass sie durch einfache Mittel wie das Zulassen von natürlichen Bewuchsformen oder die Anbringung von Nistkästen aktiv zur Arterhaltung beitragen können. Die Deutsche Wildtier Stiftung plant weitere Kooperationen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Haussperlinge, mit dem Ziel, den Rückgang der Bestände aufzuhalten und langfristig eine stabile Population zu sichern.

Weitere Informationen zu lokalen Schutzprogrammen und Tipps für Bürger zum Thema spatz nistplätze schützen finden Leser auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite der Deutschen Wildtier Stiftung.


Quellen:
Deutsche Wildtier Stiftung, Naturschutzgesetz

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