Förderung für SALCOS-Ausbaustufe 1 steigt auf 1,322 Milliarden Euro

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Salzgitter. Bund und Land Niedersachsen erhöhen die Förderung für die SALCOS Ausbaustufe 1 der Salzgitter AG auf insgesamt 1,322 Milliarden Euro. Das Projekt zielt darauf ab, die CO2-Emissionen der Stahlproduktion in Niedersachsen deutlich zu senken.

Förderung für SALCOS steigt

Das Zukunftsprojekt SALCOS (Salzgitter Low CO2 Steelmaking) soll die Stahlproduktion in Niedersachsen nahezu klimaneutral gestalten. Die SALCOS Ausbaustufe 1 umfasst unter anderem den Bau einer 100-Megawatt-Elektrolyseanlage, einer Direktreduktionsanlage und eines Elektrolichtbogenofens, die ab 2027 in Betrieb gehen sollen. Das Projekt nutzt grünen Wasserstoff zur Direktreduktion von Eisenerz und soll die CO2-Emissionen der Stahlfertigung um bis zu 95 Prozent verringern.

Bund und Land unterstützen das Vorhaben finanziell mit insgesamt 1,322 Milliarden Euro. Dabei trägt der Bund rund zwei Drittel, das Land Niedersachsen etwa ein Drittel der Förderung. Die Zuwendung wurde um etwa 322 Millionen Euro aufgestockt, nachdem die Finanzierungslücke unter Berücksichtigung des Eigenanteils der Salzgitter AG als höher eingeschätzt wurde. Die Europäische Kommission hatte dem Projekt am 6. Februar 2026 die beihilferechtliche Genehmigung für die zusätzlichen Mittel erteilt.

Bedeutung für Klimaschutz und Wirtschaft

Mit der Förderung für die SALCOS Ausbaustufe 1 soll die Stahlindustrie in Niedersachsen zu einem Vorreiter bei der industriellen Dekarbonisierung werden. Energieminister Christian Meyer bezeichnete das Projekt als wichtigen und zukunftsweisenden Beitrag zum Klimaschutz und zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Auch Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne unterstrich, dass die Unterstützung die Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt stärkt und die industrielle Wertschöpfung in Niedersachsen und bundesweit fördert.

Technologische Innovation und europäische Bedeutung

SALCOS zählt zu den Projekten des IPCEI Wasserstoff-Programms (Important Projects of Common European Interest), das innovative Wasserstofftechnologien vorantreibt. Die Strategie der Carbon Direct Avoidance, also die direkte Vermeidung von CO2 statt dessen Speicherung oder Nutzung, steht im Mittelpunkt des Transformationsprogramms.

„Mit der jetzt bewilligen Aufstockung auf insgesamt rund 1,322 Milliarden Euro wird das grüne Stahl-Projekt weiter abgesichert. Das ist ein gutes und wichtiges Signal für den Klimaschutz und die Zukunftsentwicklung unserer Wirtschaft“, sagte Niedersachsens Energieminister Christian Meyer.

„Bund und Land geben jetzt aber einem für unsere Stahlindustrie zentralen Zukunftsprojekt die notwendige Planungssicherheit“, ergänzte Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne.

SALCOS gilt als zentraler Baustein für den Wasserstoffhochlauf in Niedersachsen und in Deutschland.

Ausblick und weitere Entwicklung

Die SALCOS Ausbaustufe 1 soll ab dem Jahr 2027 in Betrieb gehen. Damit wird die Salzgitter AG eine Vorreiterrolle bei der Herstellung von klimaneutralem Stahl einnehmen. Die Investition ist Teil eines umfassenden Transformationsprogramms, das die Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie in Niedersachsen langfristig sichern soll. Parallel dazu werden weitere Maßnahmen und Projekte zur Förderung der Wasserstofftechnologien in der Region erwartet.

Weitere Informationen zum Thema klimaneutrale Stahlproduktion finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite des Landes Niedersachsen Bund und Land erhöhen Förderung für SALCOS-Ausbaustufe 1.

Mehr zu den IPCEI Wasserstoff-Initiativen bietet die Seite der Europäischen Kommission: European IPCEI on Hydrogen.

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