Berlin. Experten fordern eine engere Verzahnung der medizinischen und pflegerischen Notfallversorgung. Die Fokus-Keyphrase Notfallversorgung Pflege Reform steht im Zentrum eines gemeinsamen Forderungspapiers vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) und Prof. Dr. Christian Karagiannidis.
Jetzt Reform starten: Die Bedeutung der Notfallversorgung Pflege Reform
Die aktuelle Diskussion um die Reform der Notfallversorgung in Deutschland beinhaltet unterschiedliche Ansätze zur Verbesserung der stationären und ambulanten Notfallbehandlung. Während der Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung vorliegt, hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ Vorschläge für eine pflegerische Notfallversorgung entwickelt. Diese beiden Reformvorhaben werden bislang getrennt behandelt.
Gemeinsame Forderungen für eine integrierte Notfallversorgung
Die Autoren des Forderungspapiers, darunter Prof. Dr. Christian Karagiannidis und Mitglieder des KDA, betonen die Notwendigkeit, medizinische und pflegerische Notfallversorgungen zu verbinden. Sie sehen insbesondere für multimorbide und pflegebedürftige Menschen großen Nutzen in einer integrierten, sektorenübergreifenden Struktur.
„Eine Reform der Notfallversorgung in Deutschland ist dringend erforderlich, um unnötige Fehlsteuerungen zu vermeiden und insbesondere die stationären Notfallversorgung von fachlich unnötiger Inanspruchnahme zu entlasten“, heißt es im Papier.
Wichtig sei die Implementierung einer pflegerischen Notfallversorgung, die etwa durch Community Health Nurses flankiert werden könnte.
Fünf zentrale Forderungen für die Reform
Das Forderungspapier enthält fünf konkrete Forderungen, die berücksichtigt werden sollen:
- Aufbau einer integrierten medizinisch-pflegerischen Notfallversorgung mit sektorenübergreifendem Ansatz.
- Ersteinschätzung pflegerischer Notfälle über die zentralen Leitstellen (Notrufnummern 112 und 116117) und interne Weiterleitung an eine Pflegenotfallnummer.
- Einrichtung regionaler Interventionsteams für telefonische und telepflegerische Beratung, wo notwendig.
- Versorgung pflegerischer Notfälle in Regionalversorgungszentren oder ambulanten/teilstationären Einrichtungen statt in Krankenhäusern.
- Pflegefachliche Begleitung mit Dokumentation und Anbindung an die elektronische Patientenakte zur Früherkennung und Vermeidung von Notfällen.
Diese Maßnahmen sollen Fehlentwicklungen verhindern und eine intelligente Gesamtsteuerung der Notfallversorgung sicherstellen.
Beispiel:
- Etablierung eines Pflegenotfalltelefons für schnelle Hilfe in Pflegekrisen
- Notfallbudget zur Sicherstellung von Pflegeplätzen
Chancen für die Gesundheitsversorgung
Die vorgeschlagene Reform kann dazu beitragen, die Belastung der stationären Notfallversorgung zu reduzieren und die Versorgungsqualität in ambulanten wie stationären Settings zu verbessern. Darüber hinaus fördert sie die Prävention von Notfällen bei Pflegebedürftigen durch kontinuierliche pflegefachliche Begleitung.
Eine detaillierte fachliche Analyse und aktuelle Informationen zum Thema sind auch auf der Website des Kuratoriums Deutsche Altershilfe zu finden.
Jetzt Reform starten: Zusammenfassung und Ausblick
Die Notfallversorgung Pflege Reform wird als wichtige Weiterentwicklung gesehen, um medizinische und pflegerische Notfallstrukturen zu verbinden und effektiver zu gestalten. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies künftig eine passgenaue Versorgung bei Notfällen, vor allem im Pflegebereich. Geplante gesetzgeberische Schritte setzen auf eine integrierte Versorgung, die den steigenden Anforderungen der multimorbiden und pflegebedürftigen Bevölkerung gerecht wird.
In der Region wie bundesweit könnten Pflegenotfalltelefone, regionale Interventionsteams und neue Versorgungszentren die erstversorgenden Strukturen entlasten und Pflegebedürftigen eine bessere Betreuung gewährleisten.
Weitere Informationen zur Reform und zu regionalen Projekten finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite des Kuratoriums Deutsche Altershilfe.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Reform der Notfallversorgung: Bedeutung für die Region und nächste Schritte
Die vorgeschlagene Kombination von medizinischer und pflegerischer Notfallversorgung eröffnet auch in den Regionen neue Möglichkeiten, beispielsweise durch die Integration ambulanter Pflegeangebote in die Notfallstruktur. Für Betroffene kann dies Wartezeiten reduzieren und unnötige Krankenhausaufnahmen vermeiden.
Regionale Akteure aus Rettungsdiensten, Pflegeeinrichtungen und Kommunen sind dazu angehalten, die Reformprozesse aktiv zu begleiten und umzusetzen. Die Umsetzung der fünf Forderungen wird als dringend notwendig angesehen, um Pflegebedürftige besser zu versorgen und die Ressourcen im Gesundheitswesen effizienter zu nutzen.
Voraussichtlich werden in den kommenden Monaten weitere gesetzliche Maßnahmen und Pilotprojekte folgen, um die integrierte Notfallversorgung zu etablieren. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern sowie den beteiligten Berufsgruppen unerlässlich.
Mehr dazu finden Sie auch in unserem Beitrag zur Kooperation zwischen Rettungsdienst und kommunaler Altenhilfe in Wiesbaden auf regionalupdate.de.
Quellen:
Kuratorium Deutsche Altershilfe: https://kda.de
Springer Link Fachartikel: https://link.springer.com/article/10.1007/s10049-023-01135-y

