KBA sieht kein Verkehrsrisiko im VW-Grand-California-Schadstoffskandal

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Lahr. Im Zentrum des VW Grand California Schadstoffskandals steht der Vorwurf erhöhter Schadstoffwerte im Innenraum der VW-Campermodelle, insbesondere im Hochdachbereich. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sieht aktuell keine Gefährdung der Verkehrssicherheit, während betroffene Verbraucher rechtliche Schritte prüfen lassen sollten.

Jetzt Klagen starten: Verbraucherschutz im VW Grand California Schadstoffskandal

Hintergrund und aktuelle Bewertung durch das Kraftfahrt-Bundesamt

Der Schadstoffskandal um den VW Grand California wurde durch Medienberichte bekannt, die einen süßlich-chemischen Geruch sowie stark erhöhte Benzolwerte im Innenraum, vor allem im Hochdach, dokumentierten. Ein interner VW-Revisionsbericht von 2021 bestätigte bis zu 35-fach erhöhte Schadstoffkonzentrationen. Das KBA hat diese Situation im Sommer 2025 geprüft und im Februar 2026 eine abschließende Stellungnahme veröffentlicht. Dem Bericht von Promobil zufolge sieht die Behörde „aktuell“ keine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit oder eine Gefährdung des Straßenverkehrs, da die betroffenen Fahrzeuge meist älteren Baujahres sind und neuere Modelle bereits baulich verbessert wurden.

Situation der Betroffenen und rechtliche Einschätzung

Trotz der KBA-Bewertung berichten zahlreiche Nutzer des VW Grand California und Crafter mit Hochdach von gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Kopfschmerzen, Hustenreiz, brennenden Augen oder Schwindel insbesondere bei längeren Aufenthalten und warmem Wetter. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer betont, dass die öffentliche Behördenerklärung keine zivilrechtliche Bewertung der Mängel ersetzt. Aus Sicht der Rechtsanwälte bestehen gute Aussichten auf Schadensersatzansprüche aufgrund von Sachmängeln (§ 434 BGB), vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung (§ 826 BGB) und möglichen Verstößen gegen das Produktsicherheitsgesetz.

„Die Äußerungen und Handlungen des Kraftfahrt-Bundesamts sind für unsere rechtliche Bewertung nicht ausschlaggebend“, sagte Christian Grotz, Geschäftsführer von Dr. Stoll & Sauer.

Rechtliche Handlungsmöglichkeiten und Beratung

Die Kanzlei hat bisher rund 300 Beratungen zu diesem Themenkomplex durchgeführt und betreut aktuell 81 Mandate, wovon einige Fälle bereits gerichtlich vorbereitet werden. Betroffene, die einen VW Grand California oder Crafter mit Hochdach besitzen, wird empfohlen, zeitnah eine juristische Ersteinschätzung zu ihrem Fahrzeug einzuholen. Dabei unterstützt der kostenfreie Online-Check der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer VW-Camper-Online-Check.

  • Rund 3.530 VW Grand California Fahrzeuge bis Baujahr 2022 sind in Deutschland zugelassen
  • Über 21.000 VW Crafter Modelle mit Hochdach befinden sich im Pkw-Verkehr

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Fazit und regionale Bedeutung des VW Grand California Schadstoffskandals

Der VW Grand California Schadstoffskandal betrifft auch zahlreiche Fahrzeughalter in der Region Baden-Württemberg, vor allem rund um Lahr, dem Sitz der Verbraucherkanzlei Dr. Stoll & Sauer. Für Betroffene ist eine juristische Prüfung ihrer Ansprüche von hoher praktischer Relevanz, da eine gesundheitliche Gefährdung im Innenraum der Camper nicht ausgeschlossen wird. Die Kanzlei plant weitere gerichtliche Verfahren und vermittelt rechtliche Unterstützung für geschädigte Verbraucher.

Weitere Informationen und Hilfestellungen zum Thema finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite des Kraftfahrt-Bundesamts unter KBA-Website.


Mehr zu Rechtsfragen und Verbraucherinformationen finden Sie auf regionalupdate.de

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