Nürnberg. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Frauen ist im Jahr 2025 auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Dabei zeigt sich besonders, dass der Anteil von Frauen in Teilzeit weiter zunimmt – ein zentrales Thema unter dem Stichwort Frauen Beschäftigung Teilzeit.
Frauen Arbeit steigt
Die neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit belegen, dass zum Stichtag 30. Juni 2025 insgesamt 16,2 Millionen Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Dies sind knapp 50.000 mehr als im Vorjahr. Damit ist der Anteil der Frauen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf 46,5 Prozent gestiegen.
Wachstum durch mehr Teilzeitstellen bei Frauen
Auffällig ist, dass das Beschäftigungsplus bei Frauen ausschließlich im Bereich der Teilzeitbeschäftigung erfolgt. Die Anzahl der Frauen in Teilzeit stieg im Vorjahresvergleich um rund 110.000. Gleichzeitig sank die Zahl der vollzeitbeschäftigten Frauen um 60.000. Die Teilzeitquote der Frauen erhöhte sich auf 50,8 Prozent.
Auch Männer arbeiten mehr in Teilzeit
Auch bei Männern ist ein Anstieg der Teilzeitquote zu beobachten. Diese liegt für 2025 bei 14,0 Prozent. Das zeigt, dass sich die Arbeitszeitmodelle in beiden Geschlechtern verändern, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau.
„Das Plus bei der Beschäftigung im letzten Jahr geht neben der Zuwanderung maßgeblich auf Frauen zurück. Gleichzeitig bleibt die Teilzeitquote auf einem sehr hohen Niveau“, sagte Daniel Terzenbach, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit.
„Das zeigt, dass wir Rahmenbedingungen weiter verbessern müssen: durch verlässliche Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitmodelle, eine partnerschaftliche Aufteilung von Beruf und Familie und bessere Aufstiegschancen, damit Frauen ihre Arbeitszeit selbstbestimmt und gleichberechtigt ausweiten können.“
Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt Unternehmen und Frauen mit gezielter Beratung zum Thema Gleichstellung und Beschäftigung. Weitere Informationen sind unter arbeitsagentur.de/chancengleichheit-frauen-maenner verfügbar.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die Arbeitnehmerinnen und die regionale Arbeitswelt
Die Zunahme der Teilzeitbeschäftigung bei Frauen beeinflusst die regionale Arbeitswelt spürbar. In vielen Branchen bedeutet dies, dass flexible Arbeitszeitmodelle stärker nachgefragt werden. Für die Bürgerinnen und Bürger in der Region ist dies ein wichtiger Faktor, um Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren.
Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg plant, ihre Angebote zur Beratung und Unterstützung weiter auszubauen, um sowohl Frauen als auch Unternehmen bei der Gestaltung zeitgemäßer Arbeitsverhältnisse zu begleiten. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich durch Initiativen in der Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeitregelungen die Teilzeitquoten und Arbeitszeitwünsche weiterentwickeln.
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