Nordhorn. Im Rahmen der Sitzung des IHK-Fachausschusses Tourismus im NINO-Hochbau forderten Unternehmer mehr Freiheiten und weniger bürokratische Belastungen in der geplanten Tourismusstrategie. Die Diskussion betonte die Bedeutung von unternehmerischer Freiheit für eine positive Entwicklung im Tourismus.
Freiheit für Betriebe: Tourismusstrategie unternehmerische Freiheit Nordhorn
Forderung nach weniger Steuern und Bürokratie
Wolfgang Hackmann, Vorsitzender des IHK-Fachausschusses Tourismus, betonte die Notwendigkeit, dass die neue Tourismusstrategie den Betrieben in Nordhorn und der Region mehr unternehmerischen Spielraum bieten müsse. Er kritisierte zusätzliche Abgaben wie die Beherbergungssteuer und Verpackungssteuer, die seiner Ansicht nach Unternehmen bremsen. Hackmann sieht in der Reduzierung von Kontroll- und Dokumentationspflichten sowie in der Förderung von Investitionen entscheidende Faktoren für die Standortentwicklung im Tourismus.
Landesstrategie und Transparenz bei Förderungen
May-Britt Pürschel vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen stellte den laufenden Prozess zur Entwicklung der Tourismusstrategie vor. Ziel sei es, mit allen Beteiligten ein gemeinsames Verständnis der Tourismuswirtschaft in Niedersachsen zu schaffen und eine „Allianz für den Tourismus“ zu bilden. Die bisherige Förderung wurde von Unternehmern als intransparent kritisiert, insbesondere aufgrund von regionalen Ungleichgewichten. Das Land will die Finanzierung und Fördermaßnahmen künftig transparenter gestalten. Friedhelm-Wilhelm Freiherr von Landsberg-Velen unterstrich, dass keine zusätzlichen unternehmensbezogenen Belastungen durch die Tourismusstrategie für Kommunen eingeführt werden sollten.
Positive Entwicklung in Nordhorn und Grafschaft Bentheim
Die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Grafschaft Bentheim, insbesondere in Nordhorn, war ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung. Im Jahr 2024 verzeichnete die Grafschaft mit über 880.000 Übernachtungen das dritte Wachstumsjahr in Folge. Nordhorn erreichte erstmals mehr als 100.000 Übernachtungen. Die Bruttowertschöpfung aus dem Tourismus lag bei mehr als 420 Millionen Euro. Mit Projekten wie der „Innenstadt am Wasser“ und dem Innenstadthafen stärkt die Stadt ihr Profil als Wasserstadt und schafft Grundlagen für nachhaltigen Tourismus in der Region.
Bedeutung unternehmerischer Freiheiten in herausfordernden Zeiten
Anke Schweda von der IHK hob hervor, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weniger Steuern, Abgaben und bürokratische Hürden notwendig seien. Sie sieht in der unternehmerischen Freiheit und dem Spielraum für etablierte Geschäftsmodelle und Innovationen einen wesentlichen Faktor für die Zukunftsfähigkeit der Branche. Die Mitglieder des IHK-Fachausschusses Tourismus treffen sich regelmäßig, um gemeinsam mit Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft die Entwicklung des Tourismus in der Region zu beraten.
Weitere Informationen zum Thema Tourismus und Wirtschaft in der Region finden Sie auf regionalupdate.de. Ausführliche Details zur aktuellen Tourismusstrategie des Landes Niedersachsen sind auf der offiziellen Webseite des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Bau und Digitalisierung abrufbar.
Ausblick auf die weitere Entwicklung der Tourismusstrategie in Nordhorn
Für die kommenden Monate ist geplant, die Konzepte für die Tourismusstrategie weiter mit den Akteuren vor Ort zu entwickeln und umzusetzen. Dabei soll die Förderung transparenter gestaltet und die unternehmerische Freiheit gestärkt werden. Die Entwicklung der Stadt Nordhorn als Wasserstadt sowie nachhaltige Projekte werden weiterhin zentrale Elemente der regionalen Tourismusförderung bleiben. Zudem sind weitere Sitzungen des IHK-Fachausschusses vorgesehen, um den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft zu intensivieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Tourismusbranche in der Region zu sichern.
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