Berlin. Mit der Änderung des Bundesjagdgesetzes wird künftig die Bejagung von Wölfen ermöglicht, um ein effektives wolfsmanagement bundesjagdgesetz weidetiere sicherzustellen. Ziel ist es, Weidetiere besser zu schützen und Konflikte zwischen Wolfsbesatz und Nutztierhaltung zu reduzieren.
Effektiver Wolfsschutz jetzt
Die geplante Anpassung des Bundesjagdgesetzes erlaubt den Ländern, revierübergreifende Managementpläne für die Regulierung der Wolfsbestände zu erstellen. Dadurch soll die Bejagung von Wölfen, insbesondere in Regionen mit günstigem Erhaltungszustand der Art, entsprechend den regionalen Erfordernissen gesteuert werden. Zudem soll eine schnelle und unbürokratische Entnahme von sogenannten Problemwölfen ermöglicht werden.
Schutz der Weidetiere im Fokus
Weidetiere wie Schafe, Ziegen, Rinder und Pferde haben in den letzten Jahren vermehrt durch Wolfsangriffe Schaden genommen. Die Gesetzesänderung reagiert darauf, indem sie Rahmenbedingungen für einen besseren Schutz schafft. Herdenschutzmaßnahmen wie Zäune und Hütehunde sollen weiterhin eine wichtige Rolle spielen, wobei auch Förderungen über die Gemeinschaftsaufgabe „Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK) vorgesehen sind.
Wolfsmanagement als Ausgleich von Interessen
Der Sprecher für Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Johannes Steiniger, betont, dass mit der Neuregelung ein fairer Ausgleich zwischen dem Schutz der Weidetiere und dem Erhalt der Wolfspopulation angestrebt wird. Hermann Färber, zuständiger Berichterstatter, ergänzt, dass der Wolf weiterhin als heimische Tierart erhalten bleiben soll, da bereits ein günstiger Erhaltungszustand erreicht sei. Durch Bestandsregulierung und gezielte Entnahmen von Problemwölfen sollen Akzeptanz und gesellschaftlicher Frieden im ländlichen Raum gefördert werden.
„Mit dem Gesetz schaffen wir klare Regeln für die Bejagung von Wölfen. Das ist dringend notwendig, denn mit dem Anwachsen der Wolfspopulation in den vergangenen Jahren sind immer mehr Weidetiere gerissen worden“, sagte Johannes Steiniger.
- Bejagung von Wölfen soll künftig im Rahmen regionaler Managementpläne erfolgen.
- Problemwölfe können unabhängig vom Erhaltungszustand schnell entnommen werden.
- Ausnahmen bei schwer einzäunbaren Weidegebieten wie Deichen und Almen sind vorgesehen.
- Präventiver Herdenschutz wird weiterhin gefördert.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die Region und Ausblick
Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet die Änderung des Bundesjagdgesetzes eine gesetzliche Handhabe, um Schäden durch Wölfe wirksamer zu begrenzen. Dies stärkt insbesondere die Weidetierhalter, die häufig mit erheblichen Verlusten und Belastungen durch Wolfsangriffe konfrontiert sind. Gleichzeitig bleibt der Schutz des Wolfs als heimische Art erhalten, was eine Balance zwischen Naturschutz und Landwirtschaft ermöglicht. Die Aufstellung regionaler Managementpläne durch die Länder ist ein wichtiger nächster Schritt, der in den kommenden Monaten umgesetzt wird.
Nutzerinnen und Nutzer, die sich weiter über die gesetzlichen Änderungen informieren möchten, finden ausführliche Informationen auf der Website des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) unter https://www.bmuv.de/ sowie vertiefende regionale Hinweise bei regionalupdate.de.
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Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)

