Berlin. Holzenergie fossile Brennstoffe ersetzen zunehmend im deutschen Wärmesektor. Das aktuelle Infopapier des Fachverbandes Holzenergie e. V. belegt, dass Holz als erneuerbarer Energieträger einen wesentlichen Beitrag zur Wärmewende und zum Klimaschutz leistet.
Holzenergie wirkt stark
Holzenergie spielt eine zentrale Rolle bei der Substitution fossiler Brennstoffe im Wärmesektor. Nach Angaben des Umweltbundesamtes konnten im Jahr 2024 durch erneuerbare Energien rund 249 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Davon entfielen 40 Millionen Tonnen auf den Wärmesektor, wobei allein 25 Millionen Tonnen durch Holzenergie ersetzt wurden. Die Hauptsubstitution betrifft vor allem Heizöl und Diesel mit einem Anteil von 55,4 Prozent, gefolgt von Erdgas mit 25,9 Prozent.
Substitution in Haushalten und Gewerbe
Im Bereich von Zentralfeuerungen bei Haushalten und Gewerbe trägt Holzenergie maßgeblich dazu bei, fossile Energieträger zu verdrängen. Die Nutzung von Holzenergie erzeugt somit nicht nur eine Reduktion von Treibhausgasen, sondern hilft auch, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu senken.
Einsatz in Industrie und Fernwärme
Auch außerhalb des Wärmesektors ist Holzenergie wirkungsvoll. In der Stromerzeugung, Industrie und Fernwärme können große Mengen Erdgas ersetzt werden. In der Industrie sowie in Fernwärmeanlagen liegt der Anteil des Erdgassubstituts durch Holzenergie jeweils bei über 60 Prozent. Dies unterstreicht die vielseitige Einsatzmöglichkeit von Holz als erneuerbare Energiequelle.
Ein weiterer Vorteil der Holzenergie ist ihre Rolle bei der Versorgungssicherheit. Während Mineralöl und Erdgas zu über 95 Prozent importiert werden, ist Holzenergie eine heimische Ressource, die regionale Wertschöpfungsketten stärkt und die energetische Resilienz Deutschlands verbessert.
„Holzenergie ist ein verlässlicher Klimaschützer und eine tragende Säule der Wärmewende. Sie ersetzt fossile Brennstoffe unmittelbar, ist unabhängig von Energieimporten verfügbar und stärkt zugleich regionale Wertschöpfungsketten“, sagte Marlene Mortler, Vorstandsvorsitzende des Fachverbandes Holzenergie.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung der Holzenergie für die Region und die nächsten Schritte
Die vorliegenden Daten bestätigen die wichtige Rolle von Holzenergie fossile Brennstoffe zu ersetzen, insbesondere in Ballungsräumen und ländlichen Regionen, in denen Holzvorkommen verfügbar sind. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das einen direkten Beitrag zum Klimaschutz und eine stärkere regionale Versorgung.
Die zukünftige Entwicklung der Holzenergie hängt wesentlich von stabilen und investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen ab. Der Fachverband Holzenergie fordert daher politische Unterstützung, um die Nutzung weiter zu fördern. Weitere Informationen zum Thema Holzwärme und erneuerbare Energien bietet regionalupdate.de. Offizielle Daten und Hintergrundinformationen liefert das Umweltbundesamt unter www.umweltbundesamt.de.
Das vollständige Infopapier „Energie aus Holz: Fossile Brennstoffe erneuerbar ersetzen“ kann auf der Webseite des Fachverbandes Holzenergie eingesehen und heruntergeladen werden.

