Hamburg hat höchste Frauendichte in Führungspositionen

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Hamburg. Die aktuelle CRIF-Analyse zum Weltfrauentag 2026 zeigt Unterschiede bei Frauen in Führungspositionen Deutschland. Bundesweit sind Frauen in Führungsrollen weiterhin stark unterrepräsentiert, mit regional variierenden Quoten und strukturellen Faktoren.

Frauen in Führung

Die Untersuchung von circa 1,8 Millionen Führungspositionen in Deutschland belegt, dass auf 10.000 Einwohner durchschnittlich 75 weibliche Führungskräfte kommen, während männliche Führungskräfte mit 380 deutlich häufiger vertreten sind. Die Stadtstaaten Hamburg (134) und Berlin (123) verzeichnen dabei die höchsten Werte. Im Vergleich dazu liegen Bundesländer wie Sachsen-Anhalt und Thüringen nur bei 60 weiblichen Führungskräften je 10.000 Einwohner. Die männlichen Führungskräfte sind ebenfalls regional unterschiedlich verteilt, mit Spitzenwerten in Hamburg (729) und Berlin (560).

Regionale Unterschiede im Detail

Die Analyse zeigt, dass der Anteil weiblicher Führungskräfte in allen Bundesländern deutlich hinter den Männern zurückbleibt. Ostdeutsche Länder wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen weisen trotz niedriger absoluten Zahlen im Vergleich zu Stadtstaaten höhere Frauenquoten an Führungspositionen auf. Diese regional unterschiedlichen Verhältnisse hängen laut CRIF mit historischen Erwerbsmodellen, Vollzeitquoten und Wirtschaftsstrukturen zusammen.

Branchen und Unternehmensgröße als Einflussfaktoren

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen variiert stark zwischen Branchen. Das Gesundheitswesen führt mit 39,4 Prozent weiblicher Führungskräfte, während technisch orientierte Branchen wie Maschinenbau (10,4 Prozent) und Energieversorgung (11,3 Prozent) deutlich geringere Anteile aufweisen. Zudem zeigen sich bei der Unternehmensgröße klare Unterschiede: In Kleinunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten liegt die Frauenquote bei nahezu 30 Prozent, fällt jedoch in Großunternehmen mit über 100 Millionen Euro Umsatz auf 12,3 Prozent.

„Diese Zahlen belegen, wie unterschiedlich die Rahmenbedingungen für weibliche Karrierewege in Deutschland sind“, sagte Dr. Frank Schlein, Geschäftsführer der CRIF GmbH.

Zusätzlich wurde untersucht, wie Frauen in Aufsichtsräten vertreten sind. Hier steigt der Frauenanteil leicht auf 20,5 Prozent, bleibt aber weiterhin gering, vor allem bei Vorsitzendenposten, die nur zu zehn Prozent von Frauen besetzt sind. Regionale Unterschiede sind auch in den Gremien festzustellen, mit Spitzenwerten in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Weitere Informationen zu regionalen Entwicklungen finden Sie auf regionalupdate.de und bei der CRIF GmbH.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für die Region und Ausblick

Die Analyse verdeutlicht, dass für Stimmen und Beteiligung von Frauen in Führungsrollen weiterhin große Herausforderungen bestehen, die sich auch regional unterschiedlich darstellen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass Gleichstellung und Förderung weiblicher Führungskräfte vor Ort unterschiedlich stark vorangetrieben werden müssen. Unternehmen, Politik und Gesellschaft sind gefordert, strukturelle Barrieren abzubauen und gezielte Maßnahmen zu ergreifen.

Geplante Schritte für eine Verbesserung der Situation umfassen Initiativen zur Förderung von Frauen in technischen und großen Unternehmen, Anpassungen bei Arbeitszeitmodellen sowie verstärkte regionale Programme. Der nächste Bericht wird voraussichtlich weitere Entwicklungen zum Thema Frauen in Führung in Deutschland analysieren.


Informationen zum Internationalen Frauentag auf der Webseite der Vereinten Nationen bieten ergänzende Hintergründe zum Thema Gleichstellung in Führung.

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