Modulare Forschungsfabrik für KI und Mikroelektronik startet in Dresden

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Dresden. Die modulare ki mikroelektronik erhält mit dem Projekt AI-DISCO einen wichtigen Impuls: Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Vorhaben mit 15 Millionen Euro. Ziel ist die Entwicklung energieeffizienter KI-Systeme, die Datenverarbeitung lokal und in Echtzeit ermöglichen.

KI & Mikroelektronik Innovation

AI-DISCO ist das erste Modul der bundesweiten Forschungs- und Innovationsfabrik R+I Factory, die an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz und Mikroelektronik agiert. Das Projekt wird vom Leibniz-Institut IHP koordiniert, das Fraunhofer IPMS liefert Spezialwissen zur KI-basierten Sensorik und Edge Computing.

Die Plattform fokussiert auf verteilte KI-Verarbeitung an der Grenze zwischen Edge und Cloud. Intelligente Knoten analysieren Sensordaten direkt vor Ort, was die Energieeffizienz steigert, Latenzen senkt und Datenschutz verbessert. Nur relevante Informationen werden an die Cloud gesendet. Technologisch setzt AI-DISCO unter anderem auf RISC-V-basierte Hardware, neuromorphe KI-Architekturen und Verfahren wie Federated Learning.

Fraunhofer IPMS: Kompetenzen in Sensorik und neuromorpher Hardware

Das Fraunhofer IPMS bringt seine Expertise in KI-gestützter Sensorik und neuromorpher Hardware ein. Im Fokus stehen energieeffiziente Hardwarekomponenten sowie Demonstratoren für verschiedene Anwendungen aus Industrie, Landwirtschaft und Medizin. Dazu gehören etwa ein miniaturisiertes NIR-Spektrometer zur Obstbewertung und ein brillenbasiertes Ultraschall-Eye-Tracking-System für medizinische Diagnose und Mensch-Maschine-Interaktion.

Technische Innovationen für energieeffiziente KI-Systeme

Neu entwickelte neuromorphe KI-Prozessoren auf FeRAM-Basis verbinden Rechen- und Speicheroperationen direkt im Chip („In-Memory-Computing“). Die Fertigung erfolgt mit moderner 22-nm-FDSOI-Technologie, um hohe Energieeffizienz sicherzustellen. Dieses Vorgehen soll energieeffiziente Edge-KI-Lösungen ermöglichen, die lokal Daten analysieren und so den steigenden Energiebedarf großer Rechenzentren reduzieren.

„Mit unserer Forschung an neuromorpher Hardware und intelligenter Sensorintegration legen wir die technologische Basis für leistungsfähige und zugleich energieeffiziente KI-Systeme. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Lausitz als zukunftsweisenden Hightech-Standort“, sagte Dr. Sebastian Meyer, Leiter des Institutsteils Integrated Silicon Systems des Fraunhofer IPMS in Cottbus.

Weitere Informationen zum Fraunhofer IPMS und dessen Forschung finden Sie auf regionalupdate.de.

Detaillierte technische Hintergründe zur Künstlichen Intelligenz und Mikroelektronik vermittelt auch die Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Ausblick auf modulare ki mikroelektronik Entwicklungen

Das Projekt AI-DISCO startet die operative Arbeit am ersten Modul der neuen modularen Forschungs- und Innovationsfabrik. Die technische Umsetzung soll in den kommenden Jahren vorangetrieben werden. Geplante demonstrative Anwendungen sollen zeigen, wie verteilte, energieeffiziente KI an der Edge die Datenverarbeitung in Echtzeit verbessern kann. Die enge Zusammenarbeit mehrerer Forschungseinrichtungen stärkt dabei die deutsche Innovationskraft im Bereich KI und Mikroelektronik.

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