Berlin. Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) sowie der Medienverband der freien Presse (MVFP) fordern einen besseren Schutz Presse KI. Sie begrüßen den aktuellen Bericht des Europäischen Parlaments, der sich für strengere Regelungen zum Schutz von Presse und Kreativbranche gegenüber Künstlicher Intelligenz (KI) ausspricht.
KI Schutz verbessern
Der Bericht des Europäischen Parlaments zum Urheberrecht und generativer Künstlicher Intelligenz setzt ein wichtiges Signal für einen verbesserten rechtlichen Rahmen. BDZV und MVFP betonen, dass der derzeitige Schutz menschlicher Kreativität gegenüber KI-Systemen nicht ausreichend sei. Es fehle an wirksamen Kontrollmöglichkeiten und Transparenz bei der Nutzung von Inhalten durch KI.
Zentrale Forderungen der Verlegerverbände sind unter anderem ein umfassendes Verfügungsrecht für KI-Verwendungen von Inhalten, vollständige Transparenz über die Nutzung Dritter durch KI-Systeme sowie klare Regelungen für den Einsatz von Crawlern und Bots. Ein weiterer wichtiger Punkt ist ein robustes Vergütungsrecht für Rechteinhaber, damit die Nutzung journalistischer Inhalte angemessen honoriert wird.
Forderungen im Detail
- Umfassendes Verfügungsrecht für Inhalte gegenüber KI-Anwendungen
- Transparenz über Nutzung geschützter Werke durch KI-Systeme
- Klare Regeln und Offenlegungspflichten für Crawler und Bots
- Robustes Vergütungsrecht für Rechteinhaber
Diese Punkte gelte es nun gesetzgeberisch aufzugreifen, um die Kreativbranche wirksam zu schützen und die Kontrolle über Inhalte zu sichern.
Reaktionen der Verbände
„Der heutige Initiativbericht des Europäischen Parlaments greift zentrale Forderungen der Verlage auf: die volle Kontrolle über die Nutzung ihrer Inhalte durch KI, umfassende Transparenz bei der Verwendung geschützter Inhalte und dem Einsatz von KI-Bots und Crawlern sowie faire Vergütung“, sagten die Verbände BDZV und MVFP.
Sie fordern die EU-Kommission auf, zeitnah entsprechende Gesetzesvorschläge vorzulegen und so den Rechtsrahmen zügig zu modernisieren.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Rechtlicher Schutz vor KI-Nutzung – Bedeutung für Medien und Gesellschaft
Die Entwicklungen im Bereich KI verlangen auch in Deutschland und der Europäischen Union neue rechtliche Rahmenbedingungen. Für regionale Medien und Verlage ist es wichtig, dass ihre Inhalte nicht unverwertet durch KI-Systeme genutzt werden. Ein transparenter Umgang mit der Verwendung geschützter Werke stärkt zudem die Pressefreiheit und trägt zur fairen Vergütung kreativer Arbeit bei.
Bürgerinnen und Bürger profitieren von einem funktionierenden Schutz, da dadurch Qualitätsjournalismus sichergestellt wird. Der BDZV verweist auf die Notwendigkeit, dass die EU-Kommission noch in diesem Jahr schriftliche Vorschläge auf den Tisch legt. Weitere Informationen zu aktuellen rechtlichen Entwicklungen finden Interessierte auch auf regionalupdate.de.
Lesen Sie auch die offizielle Stellungnahme der EU zum Urheberrecht und KI auf der Webseite der Europäischen Kommission.

