KZBV und BZÄK fordern Bürokratieabbau in Zahnarztpraxen

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Berlin. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) haben ihren Katalog zum bürokratieabbau zahnärztliche versorgung überarbeitet. Damit soll der administrative Aufwand in zahnärztlichen Praxen verringert und mehr Zeit für die Patientenversorgung geschaffen werden.

Bürokratie in Praxen reduzieren

Die stark ausgeprägte Bürokratie in zahnärztlichen Praxen gilt als eine der Hauptursachen für Zeitverlust bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten. Die KZBV und BZÄK fordern daher eine deutliche Reduzierung des bürokratischen Aufwands, um die Organisierung der Praxen zu erleichtern und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Gründe für den Bürokratieabbau

Ein wesentlicher Hintergrund ist, dass übermäßige Verwaltungsaufgaben Zahnärztinnen und Zahnärzte daran hindern, sich voll auf die Behandlung zu konzentrieren. Dies führt dazu, dass immer mehr Fachkräfte über einen vorzeitigen Ausstieg aus der Versorgung nachdenken und junge Zahnärzte sich gegen eine eigene Niederlassung entscheiden. Martin Hendges, Vorsitzender des KZBV-Vorstands, betont:

„Gute Rahmenbedingungen für die Zahnarztpraxen beinhalten auch eine schlanke Bürokratie. Dies ist unerlässlich, um das Netz der freiberuflichen Praxen nachhaltig zu stärken und so die zahnärztlichen Versorgungsstrukturen zukunftsfest zu machen.“

Konkrete Vorschläge aus dem Maßnahmenkatalog

Der aktualisierte Maßnahmenkatalog „Gemeinsam Bürokratie abbauen!“ enthält Vorschläge für die Abschaffung überflüssiger und unverhältnismäßiger Anforderungen. Dazu zählt unter anderem die Forderung, externe Validierungen von medizinischen Geräten wie Thermodesinfektoren oder Sterilisatoren zu streichen, da diese Geräte intern bereits bei jeder Charge überprüft werden. Dr. Doris Seiz, Vizepräsidentin der BZÄK, erläutert:

„Es braucht sofortige Streichung von Auflagen, deren Nutzen nicht erkennbar ist und die in unseren Praxen wertvolle Ressourcen binden, die wir für unsere eigentliche Aufgabe benötigen, und zwar Krankheiten vorzubeugen und zu behandeln.“

Weitere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Abrechnungsprüfung, Medizinprodukte, Röntgen und Digitalisierung. Die Vorschläge basieren auf einer umfangreichen Online-Umfrage unter Zahnärztinnen und Zahnärzten, die ihre Erfahrungen mit bürokratischen Belastungen im Praxisalltag einbrachten.

Bezüglich konkreter Details und weiterer Informationen ist der Maßnahmenkatalog online einsehbar.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bürokratieabbau in der zahnärztlichen Versorgung: Bedeutung für die Region

Der Bürokratieabbau in der zahnärztlichen Versorgung wirkt sich auch auf regionale Praxen aus. Weniger Verwaltungsaufwand kann die Attraktivität einer Praxisgründung oder -übernahme steigern und somit das lokale Versorgungsnetz stärken. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies potenziell kürzere Wartezeiten und eine bessere Betreuung durch mehr verfügbaren Behandlungszeitraum.

Die KZBV und BZÄK streben zudem eine enge Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern an, um entsprechende Rahmenbedingungen politisch umzusetzen. Die nächste Auswertung der Maßnahmen und mögliche Fortschritte werden in den kommenden Monaten erwartet.

Für weiterführende Informationen zum Thema bürokratieabbau zahnärztliche versorgung empfehlen wir einen Blick auf die offizielle Seite der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Zudem informiert die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) umfassend über den Maßnahmenkatalog und geplante Schritte.

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