Kreis Steinfurt. Die Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt für 2025 zeigt einen leichten Rückgang bei den Gesamtunfallzahlen auf. Insgesamt registrierte die Kreispolizeibehörde 12.360 Verkehrsunfälle, was einem Rückgang von rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Unfallzahlen rückläufig 2025
Die Zahl der polizeilich gemeldeten Verkehrsunfälle im Kreis Steinfurt ist leicht gesunken. Während die Gesamtzahl zurückging, stieg die Anzahl der Schwerverletzten um etwa fünf Prozent an, liegt jedoch weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2019. Die Zahl der Leichtverletzten verzeichnete einen kontinuierlichen Anstieg um 16 Prozent seit 2019.
Hauptunfallursachen im Fokus
Für etwa zwei Drittel der Verkehrsunfälle mit schwersten Personenschäden gelten fünf Hauptunfallursachen als ausschlaggebend: Vorfahrt oder Vorrang, nicht angepasste Geschwindigkeit, Ablenkung, eingeschränkte Verkehrstüchtigkeit (insbesondere Alkoholkonsum) sowie das Abbiegen oder Wenden. Geschwindigkeit bleibt laut der Leiterin der Direktion Verkehr, Lisa Kreuzheck, ein wesentlicher Faktor für Unfallfolgen.
„Rasen bleibt eine Hauptunfallursache – daher: Tempo runter, Risiko runter! Wer rast, riskiert im schlimmsten Fall ein Menschenleben“, sagte Kreuzheck.
Entwicklung bei Pedelec- und E-Scooter-Unfällen
Die Mobilitätswende zeigt sich auch auf den Radwegen. Im Jahr 2025 wurden mehr Pedelec- und besonders E-Scooter-Fahrer bei Unfällen verletzt – letztere um rund 70 Prozent auf 25 Verletzte gestiegen. Fünf Pedelec-Fahrer, davon vier Senioren, starben bei Verkehrsunfällen. Lisa Kreuzheck weist darauf hin, dass das Tragen eines Fahrradhelms vor schweren Verletzungen schützt und appelliert an die Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht und Rücksicht.
Motorradunfälle und Wildbeteiligung als Herausforderungen
Der Kreis Steinfurt bleibt ein beliebtes Ziel für Motorradfahrer, was sich 2025 in einer Zunahme von verunglückten Kradfahrern auf 100 im Vergleich zu 85 im Vorjahr zeigt. Zwei Drittel der Alleinunfälle auf Motorrädern erfolgten aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit. Auch Verkehrsunfälle mit Wildbeteiligung bleiben mit etwa 2.800 Fällen weiterhin ein bedeutendes Thema und machen rund 23 Prozent der Gesamtunfälle aus.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Fazit und Ausblick zur verkehrsunfallbilanz im Kreis Steinfurt 2025
Die aktuelle Verkehrsunfallbilanz im Kreis Steinfurt zeigt zwar einen Rückgang der Gesamtunfälle, weist jedoch auf steigende Verletztenzahlen und spezifische Herausforderungen bei bestimmten Verkehrsteilnehmergruppen hin. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies weiterhin erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr, insbesondere beim Umgang mit Pedelecs, E-Scootern und Motorrädern. Präventionsarbeit, wie sie die Kreispolizeibehörde in Schulen und Kindergärten durchführt, bleibt zentral für die Verkehrssicherheit.
Landrat Dr. Martin Sommer und Lisa Kreuzheck betonen die Bedeutung von Kontrollen, technischem Fahrzeugzustand und umsichtigem Fahrverhalten. Weitere Informationen und die vollständige Statistik sind auf der Homepage der Kreispolizeibehörde Steinfurt erhältlich.
Für weiterführende Details zum Thema Verkehrssicherheit in der Region steht auch regionalupdate.de mit aktuellen Berichten zur Verfügung.
„Statistiken zählen Ereignisse. Wir sehen Schicksale!“, sagte Landrat Dr. Martin Sommer.
„Passen Sie auf sich, aber auch auf andere auf und kommen Sie immer gut und sicher nach Hause!“, appellierte Lisa Kreuzheck, Leiterin der Direktion Verkehr.

