Kreis Steinfurt. Die Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt für das Jahr 2025 zeigt einen leichten Rückgang der Gesamtunfallzahlen auf 12.360. Trotz rückläufiger Unfallzahlen stieg die Zahl der Schwerverletzten leicht an, während die Zahl der Leichtverletzten weiter zunahm.
Verkehrsunfälle im Blick
Gesamtunfallzahlen und tödliche Verkehrsunfälle
Die Gesamtzahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle im Kreis Steinfurt sank 2025 um rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden 12.360 Unfälle gemeldet. Elf Menschen starben bei Verkehrsunfällen, darunter fünf Pedelec-Fahrer. Vier dieser Pedelec-Verstorbenen waren Senioren über 64 Jahre.
„Statistiken zählen Ereignisse. Wir sehen Schicksale!“, sagte Landrat Dr. Martin Sommer.
Die Kreispolizeibehörde weist nachdrücklich auf die Bedeutung des Tragens von Fahrradhelmen hin. Die Leiterin der Direktion Verkehr, Lisa Kreuzheck, appelliert: „Ein Fahrradhelm schützt vor schweren Verletzungen. Ich kann nur an Sie appellieren: Schützen Sie sich selbst und tragen Sie einen Helm.“
Entwicklung bei Verletzten und Hauptunfallursachen
Die Zahl der Schwerverletzten stieg im Vergleich zu 2024 um etwa fünf Prozent, bewegt sich aber langfristig auf einem deutlich niedrigeren Niveau, da seit 2019 ein Rückgang von einem Drittel zu verzeichnen ist. Dagegen nahm die Zahl der Leichtverletzten seit 2019 kontinuierlich zu und erreichte 2025 einen Anstieg von 16 Prozent auf 1.914 Personen.
Die Hauptunfallursachen bei den schwersten Personenschäden waren Vorfahrt/Vorrang, nicht angepasste Geschwindigkeit, Ablenkung, Alkohol im Straßenverkehr sowie Abbiegen und Wenden. Lisa Kreuzheck betont: „Rasen bleibt eine Hauptunfallursache – daher: Tempo runter, Risiko runter!“
Mobilitätswandel und Unfallgeschehen bei E-Scootern und Motorrädern
Die Anzahl der Verletzten bei Pedelec- und E-Scooter-Unfällen stieg signifikant. E-Scooter-Verletzte nahmen um rund 70 Prozent zu, insgesamt wurden 25 Verletzte registriert. Die Verkehrsbehörde unterstreicht die Notwendigkeit von Rücksichtnahme und regelkonformem Fahrverhalten.
Der Kreis Steinfurt bleibt zudem ein Schwerpunkt für Motorräder. Die Zahl der verletzten Motorradfahrer stieg von 85 auf 100. Von 109 Motorradunfällen waren 43 ohne Beteiligung Dritter, zwei Drittel davon aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit.
„Die Kreispolizei Steinfurt wird weiterhin schwerpunktmäßig Kontrollen auf beliebten Motorradstrecken durchführen“, sagte Landrat Dr. Martin Sommer.
Verkehrsunfälle mit Wildbeteiligung und Prävention
Verkehrsunfälle mit Wildbeteiligung bleiben konstant hoch und machen etwa 23 Prozent der Gesamtunfälle aus. Rund 2.800 solcher Unfälle wurden 2025 registriert, was dem Durchschnitt seit 2017 entspricht. Der „Arbeitskreis Wildunfallprävention“ trägt durch Zusammenarbeit zur Stabilisierung dieser Zahl bei.
Besonders positiv ist, dass im Jahr 2025 kein Kind oder Jugendlicher im Straßenverkehr tödlich verunglückt ist. Landrat Sommer sieht dies als Erfolg der Präventionsarbeit, die in Kindergärten und Schulen kontinuierlich geleistet wird.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt: Konsequenzen und Ausblick
Die aktuellen Zahlen der Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt zeigen positive Entwicklungen, insbesondere bei der Gesamtunfallzahl und der Prävention bei jüngeren Verkehrsteilnehmern. Die leichten Zuwächse bei Schwer- und Leichtverletzten sowie die anhaltende Bedeutung von Geschwindigkeit und Vorfahrtsmissachtungen als Unfallursachen verdeutlichen jedoch die Notwendigkeit weiterer gezielter Maßnahmen.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies verstärkte Kontrollen im Kreisgebiet, insbesondere bei Motorradfahrern und im Bereich der Elektrokleinstfahrzeuge. Die Polizei bleibt dabei ein wichtiger Ansprechpartner für Prävention und Sicherheit im Straßenverkehr. Informationen zur Unfallstatistik und Tipps finden sich auf der Website der Kreispolizeibehörde Steinfurt: Verkehrsstatistik Kreis Steinfurt.
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Die Kreispolizeibehörde plant die Fortführung von Präventionsprogrammen und Geschwindigkeitskontrollen, um die Verkehrssicherheit langfristig zu verbessern und die Zahl der Verkehrsunfälle weiter zu senken.

