Kreis Steinfurt. Die Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt für das Jahr 2025 zeigt eine leichte Abnahme der Unfallzahlen um rund drei Prozent auf insgesamt 12.360 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle. Trotz eines Rückgangs stieg die Zahl der Schwerverletzten leicht an, während die Anzahl der tödlich Verunglückten bei elf lag.
Unfallzahlen im Blick: Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt
Rückgang der Unfallzahlen und tödliche Verkehrsunfälle
Die Kreispolizeibehörde Steinfurt verzeichnete 2025 insgesamt 12.360 Verkehrsunfälle, etwa drei Prozent weniger als im Vorjahr. Allerdings gab es elf tödliche Verkehrsunfälle mit ebenso vielen Todesopfern. Landrat Dr. Martin Sommer betonte den menschlichen Aspekt hinter den Zahlen:
„Statistiken zählen Ereignisse. Wir sehen Schicksale!“
Besonders betroffen waren Pedelec-Fahrer, von denen fünf tödlich verunglückten. Die Leiterin der Direktion Verkehr, Lisa Kreuzheck, hob den Schutz durch Fahrradhelme hervor und rief insbesondere Senioren zum verantwortungsvollen Verhalten im Straßenverkehr auf.
Zunahme der Schwerverletzten und Unfallursachen
Die Zahl der Schwerverletzten stieg im Vergleich zu 2024 um rund fünf Prozent an, obwohl ein langfristiger Rückgang seit 2019 erkennbar ist. Im Gegensatz dazu stieg die Anzahl der Leichtverletzten kontinuierlich um 16 Prozent seit 2019. Hauptunfallursachen bei schweren Personenschäden sind Vorfahrtsverletzungen, nicht angepasste Geschwindigkeit, Ablenkung, Beeinträchtigung durch Alkohol sowie Fehler beim Abbiegen und Wenden.
„Rasen bleibt eine Hauptunfallursache. Tempo runter, Risiko runter!“, warnte Lisa Kreuzheck.
Mobilitätswende zeigt sich in Unfallstatistik
Der Trend zur Nutzung von Pedelecs und E-Scootern setzt sich fort. Die Zahl der verletzten E-Scooter-Fahrer stieg im vergangenen Jahr um etwa 70 Prozent auf 25. Aufgrund der zunehmenden Präsenz dieser Verkehrsmittel appellierte Kreuzheck an rücksichtvolles und regelkonformes Verhalten aller Fahrer, insbesondere Jugendlicher ab 14 Jahren, für die das Fahren bereits erlaubt ist.
Motorradunfälle und Wildunfälle als regionale Herausforderungen
Der Kreis Steinfurt bleibt für Kradfahrer ein Anziehungspunkt. Die Zahl der verunglückten Motorradfahrer stieg von 85 auf 100. Ein erheblicher Anteil dieser Unfälle entfiel auf Alleinunfälle, die überwiegend auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen sind. Die Polizei plant weiterhin intensive Kontrollen auf beliebten Motorradstrecken.
Verkehrsunfälle mit Wildbeteiligung machen einen Anteil von 23 Prozent aller Unfälle aus, eine konstante Größenordnung seit 2017. Der Arbeitskreis Wildunfallprävention arbeitet an Zielsetzungen zur Verringerung dieser Unfallart.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung und Ausblick der Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt
Die aktuelle Verkehrsunfallbilanz zeigt, dass trotz leichter Fortschritte vor allem bei den Gesamtunfallzahlen weiterhin Herausforderungen bestehen, etwa bei den schwerwiegenden Unfällen mit Beteiligung von Pedelec-, E-Scooter- und Motorradfahrern. Für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Steinfurt bedeutet dies ein fortwährendes Anliegen der Polizei und der regionalen Behörden, die Verkehrssicherheit durch gezielte Prävention und Kontrollen zu verbessern. Besonders vor dem Hintergrund der Verkehrswende und zunehmender alternativer Verkehrsarten ist dies von Bedeutung.
Langfristig plant die Kreispolizeibehörde Steinfurt, die Präventionsarbeit vor allem in den Kindergärten und Schulen fortzusetzen, da hier der Grundstein für sicheres Verkehrsverhalten gelegt wird. Konkrete Informationen zur Verkehrsunfallbilanz stehen auf der Homepage der Polizei Steinfurt zur Verfügung Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt 2025. Weitere Details und Ansprechpartner finden sich ebenfalls auf regionalupdate.de.
Durch die verstärkte Zusammenarbeit verschiedener Akteure, wie im Arbeitskreis Wildunfallprävention, und kontinuierliche Kontrollmaßnahmen, soll die Unfalllage im Kreis Steinfurt weiterhin positiv beeinflusst werden.

