Erwartungen der Milchbauern an Politik und Wirtschaft

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Berlin. Beim 16. Berliner Milchforum forderte Karsten Schmal, Vizepräsident und Milchbauernpräsident des Deutschen Bauernverbandes, eine stärkere Unterstützung der Milchbauern durch Politik und Wirtschaft. Die Milchbauern Erwartungen Politik betreffen vor allem steuerliche Erleichterungen, den Abbau von Bürokratie und eine verantwortungsvolle Preisbildung entlang der Wertschöpfungskette.

Klare Ziele Milch – Milchbauern Erwartungen Politik

Zentrale Forderungen an Politik und Molkereien

Karsten Schmal richtete einen Appell an politische Entscheidungsträger und Akteure der Milchwirtschaft. Insbesondere forderte er die Umsetzung der im Koalitionsvertrag vorgesehenen steuerfreien Risikoausgleichsrücklage. Diese Maßnahme soll den Milchbauern helfen, Marktvolatilitäten besser abzufedern und ihre Betriebe resilienter zu gestalten. Zudem drängt Schmal auf einen weiteren Abbau auflagenbedingter Bürokratiekosten, die aus Sicht der Landwirte die Milcherzeugung unnötig verteuern.

Von den Molkereien erwarten die Milchbauern eine Weiterentwicklung von Preisabsicherungssystemen und Mengenprognosemodellen. Auch die zügige Angleichung des Milchgeldes bei einer Trendwende am Milchmarkt ist ein wichtiger Punkt. Dies soll zu mehr Planungssicherheit und fairen Verdienstmöglichkeiten führen.

Herausforderungen im Handel und Verbraucherrolle

Die Milchbauern sehen auch den Lebensmitteleinzelhandel in der Pflicht. Dieser werde aufgefordert, zu seinen Forderungen nach höheren Tierwohlstandards und Mehrwertprogrammen auch finanziell zu stehen. Karsten Schmal kritisierte insbesondere Preisdumpingkämpfe in Zeiten fallender Märkte, die den wirtschaftlichen Druck auf die Erzeuger erhöhen. Zudem fordern die Milchbauern den Abbau unfairer Handelspraktiken, um die Wertschöpfung gerecht zu verteilen.

Ein weiterer Aspekt ist die Rolle der Verbraucher. Schmal ruft zu einer gesteigerten Zahlungsbereitschaft und Wertschätzung für Milch und Milchprodukte auf. Nur so sei es möglich, die wachsenden Erwartungen an Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz langfristig wirtschaftlich umzusetzen. Insgesamt betont er die Verantwortung aller Beteiligten für eine nachhaltige Sicherung der heimischen Milcherzeugung.

Das Berliner Milchforum als Branchentreff

Das Berliner Milchforum ist ein etablierter Treffpunkt für Vertreter aus Landwirtschaft, Molkereiwirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien. Die 16. Veranstaltung fand über zwei Tage mit knapp 500 Teilnehmern statt. Neben Diskussionen zur aktuellen politischen Lage standen Themen wie Milchmarkt, Ernährungstrends und innovative Stallbauformen im Fokus. Zudem wurde die Frage „Mehr. Wert. Milch. – Wer zahlt? Wer zählt?“ entlang der Wertschöpfungskette debattiert.

Die Veranstaltung wird vom Deutschen Bauernverband (DBV) und dem Milchindustrie-Verband (MIV) organisiert. Das 17. Berliner Milchforum ist für den 4. und 5. März 2027 angekündigt. Weitere Informationen zur Milchwirtschaft und aktuellen Entwicklungen sind auch auf regionalupdate.de verfügbar.

„Wenn wir die Milcherzeugung in Deutschland zukunftsfähig weiterentwickeln und resilient für die Marktvolatilitäten aufstellen wollen, müssen alle Beteiligten in diese Richtung agieren“, sagte Karsten Schmal.


Weitere Entwicklungen in der Milchwirtschaft

Für das kommende Jahr planen der Deutsche Bauernverband und der Milchindustrie-Verband weitere Initiativen zur Stärkung der Milchwirtschaft in Deutschland. Wichtig bleiben dabei die Umsetzung politischer Versprechen, die Fortentwicklung von Markt- und Preissicherungssystemen sowie die Förderung fairer Handelsbedingungen. Der Dialog zwischen allen Akteuren der Wertschöpfungskette soll weiter intensiviert werden.

Der Termin des 17. Berliner Milchforums im März 2027 bietet erneut eine Plattform für den Austausch zu aktuellen Herausforderungen und Chancen der Branche. MilchbauerInnen und weitere Interessierte können sich darauf einstellen, sich über innovative Lösungen und politische Maßnahmen zu informieren.

Weitere Details zur Ernährung und Landwirtschaft finden Sie unter regionalupdate.de. Hintergrundinformationen zu politischen Programmen und Marktentwicklungen bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unter bmel.de.

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