Hamburg. Die Zahl der firmeninsolvenzen deutschland 2025 ist auf circa 24.000 Fälle gestiegen und damit so hoch wie seit 2014 nicht mehr. Dies entspricht einem Anstieg von 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Experten erwarten, dass dieser Trend auch im Jahr 2026 anhält.
Insolvenzen steigen stark
Die steigenden Firmeninsolvenzen in Deutschland 2025 spiegeln eine verschlechterte wirtschaftliche Lage wider. Viele Unternehmen sehen sich mit anhaltend hohen Energie- und Produktionskosten sowie geopolitischen Unsicherheiten konfrontiert. Dies sorgt vor allem bei kleineren und mittelständischen Betrieben für zunehmenden finanziellen Druck. Die sinkende Konsumneigung privater Haushalte wirkt zusätzlich belastend. Besonders betroffen sind die Bundesländer Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hamburg, die überdurchschnittlich hohe Insolvenzdichten aufweisen.
Regionale Unterschiede bei den Insolvenzen
Berlin verzeichnet mit 117 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen die höchste Insolvenzdichte, während der Bundesdurchschnitt bei 77 liegt. Neben Berlin haben auch Nordrhein-Westfalen (103), Hamburg (98), Hessen (88) und Bremen (85) überdurchschnittlich viele Insolvenzfälle. Am wenigsten betroffen sind Thüringen, Brandenburg, das Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Absolut gesehen meldeten Nordrhein-Westfalen (6.502), Bayern (3.316) und Baden-Württemberg (2.706) die meisten Insolvenzfälle.
Unternehmensalter und Insolvenzrisiko
Die Analyse zeigt, dass mehr als die Hälfte der insolventen Firmen jünger als zehn Jahre sind. Dabei entfallen 7,7 Prozent auf Unternehmen im Alter von 0 bis 2 Jahren und 9,7 Prozent auf Betriebe zwischen 9 und 10 Jahren. Ältere Unternehmen machen knapp 41,4 Prozent der Insolvenzfälle aus. Zusätzlich gelten derzeit mehr als zehn Prozent aller deutschen Firmen als insolvenzgefährdet. Allein in Nordrhein-Westfalen betrifft dies fast 75.000 Unternehmen.
Ursachen und Ausblick
Hohe Energiepreise, Lieferkettenprobleme und bürokratische Herausforderungen verschärfen die Lage vieler Firmen. Der anhaltende Konflikt im Iran sowie internationale Unsicherheiten belasten die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich. Trotz leichter Verbesserungen in der Unternehmensstimmung wird für 2026 ein weiterer Anstieg der Firmeninsolvenzen auf etwa 24.800 Fälle prognostiziert. Die finanzielle Belastung und das Risiko weiterer Pleiten bleiben hoch.
„Viele positive Signale der vergangenen Monate verlieren dadurch an Wirkung, da Energie- und Beschaffungskosten für zahlreiche Branchen weiter ansteigen“, sagte Dr. Frank Schlein, Geschäftsführer CRIF Deutschland.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung der Firmeninsolvenzen für Hamburg und die Region
In Hamburg führt die hohe Insolvenzdichte von 98 Fällen je 10.000 Unternehmen zu spürbaren wirtschaftlichen Herausforderungen, vor allem für kleine und mittelständische Betriebe. Die Entwicklung beeinflusst die regionale Beschäftigung und Investitionsbereitschaft. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies potenziell weniger Arbeitsplätze und geringere wirtschaftliche Stabilität. Behörden und Wirtschaftsförderer sind daher gefordert, die Situation genau zu beobachten und mögliche Unterstützungsmaßnahmen vorzubereiten. Eine fortlaufende Analyse der Wirtschaftsdaten bleibt wichtig, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.
Weiterführende Informationen zu wirtschaftlichen Kennzahlen und Fördermöglichkeiten finden Sie unter regionalupdate.de sowie bei offiziellen Stellen wie dem Statistischen Bundesamt.
Hinweis: Die Zahlen stammen aus der Analyse von CRIF Deutschland, die den Bericht zu Firmeninsolvenzen 2025 mit Prognosen für 2026 veröffentlicht hat.

