Kreis Steinfurt. Die Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt für das Jahr 2025 zeigt einen leichten Rückgang der Gesamtunfallzahlen um rund drei Prozent gegenüber 2024 auf 12.360 Fälle. Trotz sinkender Unfallzahlen stiegen die Verletztenzahlen leicht an, insbesondere bei Schwerverletzten und E-Scooter-Fahrern.
Unfallzahlen 2025 sinken – Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt im Detail
Rückgang der Gesamtunfälle und Entwicklung der Todesfälle
Im Jahr 2025 wurden im Kreis Steinfurt insgesamt 12.360 Verkehrsunfälle registriert, was einem Rückgang von etwa drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Allerdings gab es elf tödliche Verkehrsunfälle mit insgesamt elf Verstorbenen. Besonders betroffen waren fünf Pedelec-Fahrer, von denen vier Senioren über 64 Jahre waren. Landrat Dr. Martin Sommer betonte die menschliche Tragweite solcher Ereignisse:
„Statistiken zählen Ereignisse. Wir sehen Schicksale!“
Die Kreispolizeibehörde unterstützt Betroffene nach Unfällen durch Opferschutzbeauftragte.
Verletztenzahlen und Hauptunfallursachen
Die Anzahl der Schwerverletzten stieg 2025 um rund fünf Prozent an, bleibt jedoch im Langzeitvergleich niedriger als in den Vorjahren. Die Zahl der Leichtverletzten nahm im selben Zeitraum um 16 Prozent zu. Als Hauptunfallursachen mit schwersten Personenschäden wurden folgende Faktoren identifiziert:
- Vorfahrt- und Vorrangverletzungen
- Nicht angepasste Geschwindigkeit
- Ablenkung im Straßenverkehr
- Beeinträchtigung durch Alkohol
- Fehler beim Abbiegen und Wenden
Lisa Kreuzheck, Leiterin der Direktion Verkehr, weist darauf hin, dass Geschwindigkeitskontrollen weiterhin zentraler Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit bleiben.
Mobilitätswandel und Unfallentwicklung bei Pedelec und E-Scooter
Die Zahl der Unfälle mit Pedelec- und E-Scooter-Fahrern stieg deutlich, vor allem bei den E-Scootern gab es eine Zunahme von rund 70 Prozent verletzter Fahrer (25 verletzte Personen). E-Scooter sind bereits ab 14 Jahren erlaubt, weshalb auch Erziehungsberechtigte angesprochen werden.
„E-Scooter sind aus dem Straßenverkehr nicht mehr wegzudenken, leider auch nicht mehr aus der Unfallstatistik“, so Kreuzheck.
Motorradunfälle im Kreis Steinfurt
Der Kreis Steinfurt bleibt ein Schwerpunkt für Motorradfahrer, was sich in einer Zunahme der verunglückten Kradfahrer von 85 auf 100 im Vergleich zum Vorjahr zeigt. Von 109 Motorradunfällen waren 43 Alleinunfälle, davon zwei Drittel wegen nicht angepasster Geschwindigkeit.
„Die Kreispolizei Steinfurt wird weiterhin schwerpunktmäßig Kontrollen auf beliebten Motorradstrecken durchführen“, erklärte Landrat Sommer.
Wildunfälle weiterhin relevant
Verkehrsunfälle mit Wildbeteiligung machen etwa 23 Prozent der Gesamtunfälle aus und liegen mit circa 2.800 Fällen im Bereich des Durchschnitts seit 2017. Die Zusammenarbeit im „Arbeitskreis Wildunfallprävention“ soll zur weiteren Reduktion beitragen.
Behalten Sie alle Entwicklungen im Kreis im Blick, die Verkehrssicherheit betrifft jeden.
Abschluss: Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt – Bedeutung und Ausblick
Die Verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt für 2025 verdeutlicht ein zwiespältiges Bild. Zwar ist die Gesamtzahl der Unfälle leicht gesunken und insbesondere kein Kind oder Jugendlicher verunglückte tödlich, dennoch sind Anstiege bei Verletzten und speziellen Unfallarten zu verzeichnen. Die Kreispolizei setzt auf Prävention und gezielte Kontrollen, um diese Entwicklungen positiv zu beeinflussen. Insbesondere die Förderung der Verkehrskompetenz älterer Menschen und die Sensibilisierung von Pedelec- und E-Scooter-Nutzern stehen auf der Prioritätenliste.
Weitere Informationen zur Verkehrsunfallbilanz sowie Tipps für Verkehrssicherheit sind auf der Webseite der Kreispolizeibehörde Steinfurt erhältlich. Zusätzlich bietet regionalupdate.de weiterführende regionale Berichte rund um Verkehr und Mobilität im Kreis Steinfurt.
Für Fragen zur Statistik steht Andreas Glünz, Leiter Führungsstelle Verkehr, unter der Telefonnummer 02551/15-6001 zur Verfügung.

