KI im Gymnasium Allee Hamburg fördert Denken

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Hamburg. Künstliche Intelligenz verändert zunehmend den Schulalltag am Hamburger Gymnasium Allee. Die Schule setzt auf ein pädagogisch reflektiertes Konzept, das das Lernen mit, über und durch KI fördert, insbesondere um individuelle Förderung und Begabtenförderung zu verbessern.

KI stärkt Lernen

Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht am Gymnasium Allee

Das Gymnasium Allee in Hamburg-Altona integriert Künstliche Intelligenz gezielt in den Schulalltag. Britta Kölling, Leiterin der Abteilung Digitalität und KI, entwickelt ein wachsendes Curriculum, das alle Schülerinnen und Schüler mit KI arbeiten lässt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem „KI-Tag“ in der 9. Jahrgangsstufe und dem Einsatz mehrerer Chatbots, die nicht Lösungen liefern, sondern Lernprozesse durch gezielte Fragen unterstützen.

Der von Lehrer Andreas Terfloth entwickelte Chatbot „Marie Curie“ etwa begleitet Schülerinnen und Schüler bei forschendem Lernen, ohne Ergebnisse vorwegzunehmen. Stattdessen werden Fragen gestellt wie: „Was möchtest du erforschen?“ oder „Welche Idee hast du schon?“. Das Ziel ist, Denkprozesse zu strukturieren und eigenständiges Arbeiten zu fördern, nicht das Ersetzen von Wissen durch KI.

Förderung von Begabungen und individuelle Lernwege

Künstliche Intelligenz hilft besonders bei der Binnendifferenzierung und der Begabtenförderung. Die Karg-Stiftung und das Gymnasium Allee zeigen, wie KI Schülerinnen und Schüler dort abholen kann, wo sie stehen – was gerade für Hochbegabte wichtig ist. Sie profitieren von selbstgesteuertem, forschendem Lernen und einer höheren Autonomie im Lernprozess.

  • KI generiert Wahlaufgaben und differenzierte Texte
  • Komplexe Aufgaben ohne Musterlösung fördern kreatives Denken
  • Lehrkräfte erhalten Werkzeuge für individuelle Unterstützung

Olaf Steenbuck von der Karg-Stiftung betont: „KI eröffnet neue Möglichkeiten“, vorausgesetzt, sie bleibt Teil eines pädagogisch reflektierten Rahmens, der Eigenleistung und kritische Reflexion fördert.

Ausblick auf KI im Bildungsbereich

Das Gymnasium Allee ist Vorreiter in Hamburg, doch bundesweit bereiten Länder adaptive, KI-gestützte Lernsysteme vor. Das geplante Adaptive Intelligente System (AIS) soll bis Ende 2026 Einsatz finden und personalisierte Lernwege mit kontinuierlichem Feedback ermöglichen.

Wichtig bleibt, dass KI Impulse gibt, aber das eigene Denken der Schülerinnen und Schüler vorausgeht. Auch Phasen ohne KI und das Vermitteln von KI-Kompetenzen, wie die kritische Auseinandersetzung mit Algorithmen und deren Grenzen, sind Teil des Lehrplans. Wie Kölling zusammenfasst:

„Vor allem will ich den Schülerinnen und Schülern zeigen, welche Potenziale in KI stecken.“

Weitere Informationen zum Thema Bildung und Technik finden Sie auf regionalupdate.de sowie beim Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Abschluss

Das Gymnasium Allee in Hamburg arbeitet konsequent daran, Künstliche Intelligenz fest im Unterricht zu verankern. Mit der Entwicklung von didaktischen Konzepten, praktischen Anwendungen wie Chatbots und einem breiten KI-Curriculum sollen alle Schülerinnen und Schüler befähigt werden, KI als hilfreiches Werkzeug für ihr Lernen zu nutzen. Gleichzeitig sorgen klare Leitplanken dafür, dass KI das eigene Denken unterstützt, aber nicht ersetzt. Die weiteren Entwicklungen auf Landes- und Bundesebene versprechen eine stärkere Personalisierung des Lernens durch KI in den kommenden Jahren.

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