Kreis Steinfurt. Die Einsatzbilanz Kreispolizeibehörde Steinfurt zeigt für das Jahr 2025 einen Rückgang der Gesamtzahl der Einsätze auf 73.062, was einem Rückgang von 13,74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bei einer weiterhin hohen Einsatzdichte bleiben die Reaktionszeiten auf einem respektablen Niveau.
Einsatzbilanz 2025
Entwicklung der Einsatzzahlen
Im Jahr 2025 sank die Zahl der Einsätze in der Kreispolizeibehörde Steinfurt erstmals seit Jahren deutlich. Die Gesamteinsatzzahl verringerte sich von 84.699 im Jahr 2024 auf 73.062 Einsätze, was einem Rückgang von knapp 14 Prozent entspricht. Dabei gingen besonders die eigenveranlassten Einsätze mit kriminologischen Ermittlungen und Aufklärung zurück, von 39.488 im Jahr 2024 auf 28.821 im Folgejahr. Die außenveranlassten Einsätze, etwa bei Verkehrsunfällen oder Hilfeersuchen, verzeichneten einen leichten Rückgang von 45.211 auf 44.241.
Die meisten Einsätze fanden im Wachbereich der größten Stadt des Kreises, Rheine, mit 11.801 Fällen statt. Trotz der großen Fläche des Kreises Steinfurt blieben die Einsatzreaktionszeiten gemäß Angaben der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz nur leicht erhöht und gelten als respektabel.
Umgang mit besonderen Einsatzmitteln und Herausforderungen
Die flächendeckend eingeführten Distanzelektroimpulsgeräte (DEIG), allgemein Tasers genannt, kamen 2025 nur neunmal zum Einsatz. Die Zahl der Androhungen lag mit 41 leicht über dem Vorjahr. Jährliche Schulungen stellen die korrekte Handhabung sicher. Landrat Dr. Martin Sommer betont, dass das Gerät häufig zur Deeskalation beiträgt, da die Ankündigung der Anwendung oft bereits reicht.
Die Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte im Dienst stiegen leicht auf 363 Taten an, trotz eines Rückgangs der Verletztenzahlen um fast 40 Prozent auf 80. Die Kreispolizeibehörde verfolgt bei diesen Vorfällen eine Null-Toleranz-Strategie und bringt alle Straftaten zur Anzeige.
„Es sind aber definitiv immer noch zu viele Kolleginnen und Kollegen, die während der Ausübung ihres Dienstes verletzt werden“, sagte Landrat Dr. Martin Sommer.
Auch die Radstaffel leistet einen Beitrag zur polizeilichen Arbeit in der Region. Die Nutzung von Pedelecs ermöglicht eine zeitnahe und bürgernahe Präsenz, vor allem in Innenstädten, und fördert präventive Verkehrsaufklärung.
- Flächendeckender Einsatz der Radstaffel auf allen Wachen
- Fokus auf präventive Gespräche zur Reduzierung von Verkehrsunfällen
- Stärkung der Bürgernähe und Erreichbarkeit der Polizei
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Einsatzbilanz Kreispolizeibehörde Steinfurt: Regionale Perspektive und Ausblick
Die Einsatzbilanz Kreispolizeibehörde Steinfurt für 2025 verdeutlicht die Herausforderungen und Erfolge der Polizei im dicht besiedelten und flächenmäßig zweitgrößten Kreis Nordrhein-Westfalens. Für die rund 455.000 Einwohnerinnen und Einwohner bleibt die Polizei damit eine rund um die Uhr erreichbare und einsatzbereite Institution.
Praktisch wirkt sich der Rückgang der Einsatzzahlen, insbesondere bei eigenveranlassten Ermittlungen, kurz- bis mittelfristig positiv auf die Ressourcenverfügbarkeit aus. Zugleich bleibt die Gewaltschutz- und Deeskalationsarbeit ein wichtiges Thema. Die Null-Toleranz-Strategie gegen Gewalt an Polizeibeamten bleibt ein zentraler Bestandteil der Sicherheitsarbeit.
Zukünftige Schritte sehen unter anderem die kontinuierliche Nutzung moderner Ausrüstung wie der Tasers und die verstärkte Nutzung der Radstaffel vor, um die Polizeipräsenz bürgernah und zugleich effizient zu gestalten. Zudem bleiben präventive Maßnahmen zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer ein Schwerpunkt.
Weiterführende Informationen finden Interessierte auf der offiziellen Website der Polizei Steinfurt unter Polizei Steinfurt Jahresbericht und auf regionalupdate.de.

