Berlin. Im aktuellen Anlagensicherheitsreport 2026 zeigt sich: Drei von vier Aufzugsanlagen weisen Mängel auf, darunter auch gefährliche Defekte. Die Fokus-Keyphrase aufzugsanlagen anlagensicherheit mängel spiegelt die zentrale Herausforderung wider, die in Zeiten zunehmender Digitalisierung und geopolitischer Spannungen besondere Aufmerksamkeit erfordert.
Sicherheit hat Priorität
Der TÜV-Verband berichtet, dass im Jahr 2025 von insgesamt 723.270 geprüften Aufzügen 10,8 Prozent erhebliche und 0,8 Prozent gefährliche Mängel aufwiesen. Diese gefährlichen Mängel betrafen etwa 5.800 Anlagen, von denen rund 3.000 stillgelegt wurden, da die Gefährdung für Menschen unmittelbar bestand. Typische Probleme sind verschlissene Tragseile, ausgefallene Notrufsysteme oder defekte Türverriegelungen.
Neben den physischen Mängeln zeigt der Report auch eine Zunahme bei digitalen Sicherheitslücken. 64,7 Prozent der Anlagen wurden mit geringfügigen Mängeln beanstandet, ein Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Dies ist vor allem auf fehlende Nachweise zur Cybersicherheit zurückzuführen. Betreiber sind verpflichtet, Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe umzusetzen und zu dokumentieren, was bislang nicht immer erfüllt wird.
Bedeutung der Zwischenprüfungen
Ein Großteil der Kontrollen besteht aus alternierenden Haupt- und Zwischenprüfungen. Die Zwischenprüfungen dehnen sich häufig auf Sicherheitsaspekte aus, die im normalen Wartungsbetrieb nicht erfasst werden. Im Jahr 2025 wurden bei diesen Prüfungen 7,2 Prozent der Aufzüge mit erheblichen oder gefährlichen Mängeln beanstandet, was rund 25.000 Anlagen entspricht. Zudem zeigten 54,3 Prozent geringfügige Mängel.
„Die Wartung der Anlagen reicht nicht aus, um im laufenden Betrieb alle Sicherheitslücken aufzudecken“, sagte Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands.
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit regelmäßiger und unabhängiger Anlagenprüfungen, um die Sicherheit im Alltag und in kritischen Situationen zu gewährleisten.
Weitere sicherheitsrelevante Anlagen
Der Report weist auch auf Sicherheitsmängel bei Tankstellen und Lageranlagen für hochentzündliche Stoffe hin. Bei 18,8 Prozent der geprüften Tankstellen wurden erhebliche Mängel festgestellt, während 22,6 Prozent der Lageranlagen dieser Art erhebliche Mängel aufwiesen. Besonders besorgniserregend sind in letzterem Bereich die Zunahme gefährlicher Mängel von 0,1 auf 1,0 Prozent, die auf Defizite wie fehlenden Blitzschutz oder unzureichenden Schutz vor Zündquellen zurückzuführen sind.
Politik und Regulierungen
Angesichts der geopolitischen Lage fordert der TÜV-Verband eine Vereinfachung der rechtlichen Prüfregelungen ohne Abstriche bei der Sicherheit. Die geplante Aufteilung der Betriebssicherheitsverordnung in eine Verordnung für überwachungsbedürftige Anlagen und eine Arbeitsmittelbenutzungsverordnung soll Bürokratie abbauen und gleichzeitig die Sicherheit verbessern.
Beispielsweise erklärt Dr. Bühler:
„Die neue Verordnung ist ausformuliert und mit allen Beteiligten diskutiert. Die Bundesregierung sollte die Reform jetzt zügig auf den Weg bringen.“
Bezogen auf die Wichtigkeit von Sicherheitsmaßnahmen bei Aufzugsanlagen, wird deutlich, wie wichtig kontinuierliche Verbesserungen und eine klare gesetzliche Grundlage sind.
Abschluss
Die Ergebnisse des Anlagensicherheitsreports 2026 verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen bei der aufzugsanlagen anlagensicherheit mängel in Deutschland. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das, dass regelmäßige Prüfungen und Wartungen entscheidend sind, um Risiken zu minimieren. Betreiber sind in der Pflicht, insbesondere im Bereich Cybersicherheit verstärkt Maßnahmen umzusetzen. Die angekündigten gesetzlichen Reformen versprechen eine einfachere und einheitlichere Regulierung, die gleichzeitig das hohe Sicherheitsniveau bewahrt. Kunden und Nutzer technischer Anlagen können sich auf eine weiterhin intensive Überwachung einstellen.
Weiterführende Informationen und der vollständige Bericht sind unter www.technische-ueberwachung.de verfügbar. Mehr regionale Nachrichten finden Sie auf regionalupdate.de. Ausführliche Regelungen zur Betriebssicherheit werden auch auf der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erläutert.

