Bonn. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), das Technische Hilfswerk (THW) und die Volkshochschule Bonn (VHS) haben eine gemeinsame Aktionsreihe zur Krisenvorsorge Bonn Aktion gestartet. Die Reihe bietet Vorträge, Workshops und Exkursionen, um Bürgerinnen und Bürger über Selbstschutz und Ehrenamt im Bevölkerungsschutz zu informieren und zu schulen.
Krisenvorsorge jetzt stärken
Kooperation zwischen BBK, THW und VHS
In Bonn, einem Schwerpunkt für Bevölkerungsschutz mit Hauptsitzen von BBK und THW, startet eine lokale Veranstaltungsreihe zur Krisenvorsorge. Das Programm umfasst praxisnahe Vorträge und Workshops, die helfen, die eigene Vorsorge zu verbessern und ehrenamtliches Engagement zu fördern. Ziel ist es, praktische Fähigkeiten für den Notfall zu vermitteln und das Bewusstsein für die eigene Verantwortung zu stärken.
BBK-Vizepräsident Dr. René Funk betont:
„Die staatlichen und professionellen Organisationen im deutschen Bevölkerungsschutz sind sehr gut ausgestattet und vorbereitet. Dennoch kann es immer Krisen geben, in denen die Einsatzkräfte nicht kurzfristig allen gleichzeitig helfen können. Deshalb ist es wichtig, dass auch die Bevölkerung selbst vorsorgt. Nur so können wir als ganze Gesellschaft krisenfest sein.“
Die Volkshochschule Bonn bietet mit ihrem Standort im Haus der Bildung den passenden Rahmen für dieses Angebot.
Inhalte und Programm der Aktionsreihe
Die Veranstaltungsreihe umfasst mehrere Vorträge an der VHS im März und April 2026 sowie einen Aktionstag am 18. April mit Workshops und weiteren Vorträgen. Am 7. Mai 2026 folgt eine Exkursion zum THW-Ortsverband Bonn.
Wichtige Themen sind:
- Umgang mit Warnmeldungen
- Notfallrucksack packen
- Verhalten bei Stromausfällen
- Bevorratung von Lebensmitteln und Wasser
- Umgang mit Ängsten und Sorgen
- Demokratiestärkung und Kommunikation in Krisenzeiten
Beim Aktionstag werden Workshops wie „Der Notfallrucksack“ oder „Notfallküche ohne Strom“ sowie Übungen zur Krisenkommunikation angeboten. Die Angebote sind offen für die Bonner Bevölkerung, und einige Veranstaltungen sind noch buchbar (VHS Bonn Programm).
THW-Präsidentin Sabine Lackner hebt hervor:
„Unsere 88.000 ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind zur Stelle, wenn es zum Beispiel heißt Hochwasser, Stromausfall oder Trinkwasserversorgung. Doch im Krisenfall können wir alle etwas tun, jede Mitbürgerin und jeder Mitbürger kann das. Das beste Rezept: Gut vorbereitet zu sein.“
Bedeutung der Krisenvorsorge für die Gesellschaft
Die Veranstalter sehen die Reihe als Beitrag, um die Gesellschaft krisenfester zu machen und die Bevölkerung für Selbstschutz zu sensibilisieren. Dr. Julia Wedel von der VHS Bonn unterstreicht dabei den Bezug zu aktuellen Themen wie Klimafolgen und soziale Sicherheit.
„Wir freuen uns, der Stadtgesellschaft ein spannendes Programm anbieten zu können, das unser aktuelles Semesterthema ‚Sicherheiten‘ in besonderer Weise aufgreift“, so Dr. Wedel.
Die Veranstaltungen fördern nicht nur praktische Fähigkeiten, sondern auch den mentalen Umgang mit Krisen, etwa durch den Umgang mit Ängsten und den Umgang mit Desinformation.
Weitere Schritte und Termine
Die Aktionsreihe läuft bis Anfang Mai 2026 und umfasst verschiedene offene Termine. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich für einzelne Veranstaltungen anmelden. Am 7. Mai ist eine Exkursion beim THW-Ortsverband Bonn geplant. Damit bietet die Reihe vielfältige Möglichkeiten, sich mit dem Thema Krisenvorsorge auseinanderzusetzen und praktische Hilfe zur Selbsthilfe zu erhalten.
Für weitere Informationen zum Bevölkerungsschutz siehe die offiziellen Seiten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie Angebote der Volkshochschule Bonn. Mehr zu lokalen Initiativen und Informationen finden Sie auch bei regionalupdate.de.

