Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in Niedersachsen mit positiver Bilanz

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Niedersachsen. Das Land zieht eine positive Bilanz zur Digitalisierung Öffentlicher Gesundheitsdienst Niedersachsen. Zum Ende der dreijährigen Projektlaufzeit fordert Niedersachsen eine dauerhafte Fortführung der Bundesmittel für die Maßnahmen im Öffentlichen Gesundheitsdienst.

ÖGD Niedersachsen voran

Die Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) ist in Niedersachsen seit Februar 2023 durch eine eigens eingerichtete Geschäftsstelle intensiv unterstützt worden. Ziel war es, die Einrichtungen des ÖGD bei der Umsetzung digitaler Maßnahmen umfassend zu begleiten. Das Projekt endet planmäßig zum 31. März 2024. Im Rahmen des bundesweiten Pakts für den ÖGD stellt der Bund bis 2026 rund 800 Millionen Euro bereit, von denen etwa 65 Millionen Euro für Niedersachsen vorgesehen sind. Mit diesen Mitteln wurden zehn Landesmaßnahmen und knapp 60 Modellprojekte in den niedersächsischen Kommunen gefördert.

Entwicklung und Begleitung durch die Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle spielte eine zentrale Rolle bei der Vernetzung der Projekte, der strategischen Begleitung sowie der fachlichen Unterstützung der Digitalisierungsmaßnahmen. Zudem gehört die kontinuierliche Weiterentwicklung des Digitalisierungskonzepts zu ihren Aufgaben. Das niedersächsische Gesundheitsministerium und das Landesgesundheitsamt überwachen dabei die Fortschritte und sichern die Qualität der Umsetzung.

„Die Geschäftsstelle für die Digitalisierung des ÖGD in Niedersachsen hat wesentlich dazu beigetragen, die Digitalisierungsprojekte im niedersächsischen ÖGD zu vernetzen, strategisch zu begleiten und mit fachlicher Expertise zu unterstützen. So konnten wichtige Grundlagen geschaffen werden, um viele der im Rahmen des Pakts für den ÖGD angestoßenen Vorhaben langfristig zu verstetigen“, sagte Heiko Keller, Projektleiter der Geschäftsstelle.

Bedeutung und Zukunft der Digitalisierung im ÖGD

Die Corona-Pandemie verdeutlichte die entscheidende Bedeutung eines leistungsfähigen ÖGD. Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi unterstrich, dass eine nachhaltige Stärkung des ÖGD unverzichtbar ist, nicht nur für zukünftige Krisen sondern auch für die zivil-militärische Zusammenarbeit im Verteidigungsfall.

„Zugleich wurde sichtbar, dass eine nachhaltige Stärkung des ÖGD als eine unverzichtbare Säule des Gesundheitswesens dringend erforderlich ist. … Deshalb muss der Bund die finanziellen Mittel über das Jahr 2026 hinaus verstetigen – dauerhaft und unbürokratisch“, betonte Philippi.

Auch Dr. Fabian Feil, Präsident des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts, betonte die Notwendigkeit, die Förderung fortzusetzen. Er verwies darauf, dass Digitalisierung kein einmaliges Projekt sei, sondern einer kontinuierlichen Weiterentwicklung bedarf.

  • Über 65 Millionen Euro Bundesmittel fließen nach Niedersachsen
  • Zehn Landesmaßnahmen und rund 60 kommunale Modellprojekte wurden unterstützt
  • Die Geschäftsstelle koordinierte und begleitete erfolgreich die Vorhaben
  • Förderung erfolgt bis Ende 2026, aber Verstetigung wird gefordert

Weitere Informationen zur Digitalisierung im ÖGD können Sie beim Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung nachlesen. Für überregionale und ergänzende Fakten bietet das Robert Koch-Institut fundierte Informationen zum Öffentlichen Gesundheitsdienst in Deutschland.

Ausblick und weitere Schritte

Trotz der erfolgreichen Umsetzung endet die aktuelle Förderung voraussichtlich am 31. Dezember 2026. Niedersachsen setzt sich im Jahr 2024 als Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz dafür ein, das Thema „Krisenresilienter ÖGD“ voranzubringen und eine dauerhafte Finanzierung der Digitalisierung zu sichern. Die Entwicklung neuer digitaler Instrumente soll weiter vorangetrieben werden, um den Öffentlichen Gesundheitsdienst nachhaltig auf künftige Herausforderungen vorzubereiten.

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