Osnabrück. Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich deutlich mehr GreenTech Deutschland Tempo, wie eine repräsentative Umfrage des forsa-Instituts im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zeigt. Die Branche mit grünen Technologien gilt als wichtiger Innovationsmotor, doch viele sehen Deutschland beim Fortschritt als nur durchschnittlich oder rückständig.
Mehr Tempo bei GreenTech
Die Studie verdeutlicht, dass 60 Prozent der Befragten den Stand Deutschlands bei erneuerbarer Energie, Energieeffizienz und weiteren grünen Technologien als durchschnittlich einschätzen. Fast ein Viertel hält das Land in diesen Bereichen sogar für rückständig. Nur 11 Prozent sehen Deutschland als führend an. Zugleich sind 80 Prozent überzeugt, dass die Herstellung und der Export umweltfreundlicher Technologien entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft sind. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde betont: „Die GreenTech-Branche ist eine Erfolgsgeschichte made in Germany. Seit 2010 hat der Sektor die Bruttowertschöpfung hierzulande jedes Jahr um rund fünf Prozent gesteigert.“
Branchen mit hohem Innovationswunsch
Die Umfrage zeigt auch, in welchen Branchen sich die Deutschen die meisten Innovationen wünschen. An erster Stelle stehen Bildung und Digitalisierung (61 Prozent), gefolgt von Gesundheit und Pflege (60 Prozent) sowie der umweltfreundlichen Energieversorgung (49 Prozent). Dabei wünschen sich Frauen besonders häufig mehr Innovationen im Gesundheitssektor. Bonde weist auf das Potenzial dieses Bereichs hin: „Der Gesundheitssektor mit rasantem Rohstoff- und Ressourcenverbrauch bietet enormes Potenzial, um mit Innovationen Umwelt und Klima besser zu schützen.“
Staatliche Förderung und Verantwortung
Eine klare Mehrheit von 69 Prozent fordert ein verstärktes staatliches Förderengagement für GreenTech. Lediglich 16 Prozent zeigen sich mit der aktuellen Förderung zufrieden. Die stärkste Förderung soll laut Befragten in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Kreislaufwirtschaft erfolgen. Bei der Verantwortlichkeit für den Ausbau von Umwelttechnologien sehen 39 Prozent vor allem den Staat und die Politik in der Pflicht; 21 Prozent nennen die Industrie, und 32 Prozent meinen, alle – Politik, Wirtschaft und Wissenschaft – seien gleichermaßen verantwortlich.
„Das Votum ist ein wichtiges Signal an Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik, um in Deutschland weiter die Weichen für umweltinnovative GreenTech-Vorhaben zu stellen“, sagte Alexander Bonde.
Die Umfrage ist auf die Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren mit einer Fehlertoleranz von drei Prozentpunkten übertragbar.
Zukunftsperspektiven für GreenTech in Deutschland
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt will mit ihrem GreenTech-Atlas und Förderprogrammen wie „CirculAid“ innovative Projekte gerade im Mittelstand und bei Start-ups unterstützen. Weiterhin sollen kluge Ideen zur Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft gezielt gefördert werden. Die Förderung kann auch künftig beantragt werden.
Für weiterführende Informationen zur Förderung grüner Technologien bietet die DBU eine offizielle Webseite an. Zudem findet sich nützliche Hintergrundinformation zum Thema bei Umweltbundesamt – GreenTech.
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