München. Die Studie „The ROI of AI“ von Deloitte zeigt, dass der KI Einsatz Deutschland bei der strategischen Neugestaltung von Geschäftsprozessen noch zurückhaltend ist. Nur 5 Prozent der Unternehmen nutzen Künstliche Intelligenz (KI) für eine umfassende Transformation.
KI verändert Unternehmen
Die Deloitte-Untersuchung verdeutlicht, dass neun von zehn deutschen Unternehmen mit intensivem KI-Einsatz erwarten, dass die Technologie ihr Geschäftsmodell bis 2028 grundlegend verändern wird. Dennoch steht momentan vor allem die Steigerung von Effizienz und Produktivität im Fokus. Lediglich ein geringer Anteil von 5 Prozent der Firmen nimmt eine strukturelle Weiterentwicklung der Geschäftsprozesse durch KI vor. Im internationalen Vergleich liegen andere Märkte deutlich vor Deutschland, zum Beispiel Großbritannien mit 13 Prozent und Irland mit 11 Prozent.
Investitionen in KI-Forschung und -Anwendung
Die finanziellen Mittel für KI-Projekte sind in Deutschland vergleichsweise gering. Fast 75 Prozent der Befragten geben maximal 20 Prozent ihres Technologiebudgets für KI aus. Beim Return on Investment zeigen sich jedoch moderate Erfolge: Etwa 27 Prozent der Unternehmen erzielen die Amortisation innerhalb von ein bis zwei Jahren. An der Spitze der Studie steht Polen mit 33 Prozent.
„Deutschland unterfinanziert seine hohen Ambitionen bei KI“, sagte Dr. Björn Bringmann, Managing Director des Deloitte AI Institute. „In vielen Unternehmen ist noch nicht verankert, dass KI ganzheitlich ins Geschäftsmodell integriert werden muss. Heute dient sie oft primär der individuellen Produktivitätssteigerung.“
Organisatorische Verankerung und Kompetenzlücken
Ein klarer Hemmschuh für die weitergehende Nutzung von KI ist die organisatorische Verteilung der Verantwortung. In 33 Prozent der deutschen Unternehmen liegt KI in der Hand des IT-Leiters oder CIO, deutlich über dem internationalen Durchschnitt von 23 Prozent. Nur in 2 Prozent der Fälle wird KI auf CEO-Ebene gesteuert, was der niedrigste Wert im Vergleich zu 14 anderen Ländern ist.
Ein weiterer Engpass betrifft die Qualifikation der Mitarbeitenden: 35 Prozent der Befragten berichten von fehlenden Fachkräften. Zudem bieten 19 Prozent der Firmen keine KI-Schulungen an, was über dem internationalen Durchschnitt liegt.
„Die starke Fokussierung auf die IT verschiebt die Prioritäten hin zur technischen Skalierung statt zur Neugestaltung von Geschäftsprozessen“, erläuterte Bringmann. „Transformative Wirkung entsteht erst, wenn das Top-Management KI unternehmensweit steuert, mit klarer Verantwortung auf CEO- und Vorstandsebene.“
- Mangel an Fachkräften behindert die Innovationskraft
- Fehlende Schulungsangebote erschweren Skalierung
- KI bleibt oft auf operative Optimierung beschränkt
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Abschluss: Bedeutung des KI-Einsatzes für Unternehmen in Deutschland
Der KI Einsatz Deutschland spiegelt ein breites Potenzial wider, das bislang nur begrenzt genutzt wird. Für Unternehmen in der Region bedeutet das, dass Investitionen und organisatorische Veränderungen erforderlich sind, um KI über Effizienzsteigerungen hinaus für transformative Geschäftsprozesse zu etablieren. Die Studie von Deloitte legt nahe, dass gezielte Trainingsangebote und eine stärkere Einbindung der Geschäftsführung notwendig sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Angesichts der prognostizierten strukturellen Veränderungen bis 2028 sollten Unternehmen lokale Netzwerke und Beratungsangebote nutzen, um die digitale Transformation aktiv zu gestalten.
Weitere Informationen zur Studie und zum KI Einsatz Deutschland finden Sie auch auf regionalupdate.de sowie bei Deloitte unter deloitte.com.

