Hannover. Die Mindestsicherungsquote in Niedersachsen lag im Jahr 2024 bei 8,9 Prozent. Mit der neuen Funktion „Regionsradar“ im Regionalatlas Deutschland können Nutzer nun regionale Vergleiche der Mindestsicherungsquote in Niedersachsen schnell und einfach durchführen.
Neue Funktion entdecken: mindestsicherungsquote niedersachsen regionalatlas
Der Regionalatlas Deutschland bietet jetzt mit dem „Regionsradar“ eine neuartige Möglichkeit, die Mindestsicherungsquote auf regionaler Ebene vergleichbar zu machen. Die Funktion zeigt drei Arten von Auswertungen für eine gewählte Region: einen Nachbarschaftsvergleich, einen Deutschlandvergleich sowie die deutschlandweite Platzierung.
Nachbarschaftsvergleich in Niedersachsen
Im Jahr 2024 wies der Landkreis Lüchow-Dannenberg eine Mindestsicherungsquote von 8,9 Prozent auf. Diese liegt nahe bei der Quote des benachbarten Landkreises Lüneburg mit 8,7 Prozent, unterscheidet sich aber deutlicher von anderen angrenzenden Regionen wie Uelzen (8,0 %), Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (7,3 %), Prignitz in Brandenburg (9,6 %), Stendal (11,5 %) und dem Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt (8,2 %). Ebenfalls ein Beispiel ist die kreisfreie Stadt Osnabrück mit einer Mindestsicherungsquote von 11,4 Prozent, die deutlich über der des Landkreises Osnabrück (5,1 %) und des angrenzenden Kreises Steinfurt in Nordrhein-Westfalen (7,3 %) liegt.
Deutschlandweite Platzierung und Nord-Süd-Gefälle
Bei der deutschlandweiten Rangfolge liegt Lüchow-Dannenberg mit einer Mindestsicherungsquote von 8,9 Prozent auf Platz 29 Prozent aller Kreise und kreisfreien Städte mit höheren Werten. Vergleichbare Quoten wiesen zudem der Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen und der Main-Kinzig-Kreis in Hessen auf. Generell zeigt sich ein Nord-Süd-Gefälle: Städtische Regionen und nördliche Kreise haben häufig höhere Mindestsicherungsquoten als ländlichere Regionen im Süden Deutschlands.
Neue Veränderungsraten im Regionalatlas
Neben dem „Regionsradar“ wurden im Regionalatlas Niedersachsen auch neue Veränderungsraten für die Mindestsicherungsquote eingeführt. Diese erleichtern den Vergleich der aktuellen Daten mit Vorjahreswerten und unterstützen eine bessere Beobachtung der Entwicklung. Die Ergänzungen sind Teil eines stetigen Ausbaus des Informationsangebotes im Regionalatlas.
„Das Landesamt für Statistik Niedersachsen stellt neutrale, verlässliche Daten bereit, die für politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entscheidungen genutzt werden können“, erklärte ein Sprecher des Landesamtes.
Weiterführende Informationen und der Zugang zum Regionalatlas Deutschland finden Sie auf der Seite des Landesamtes für Statistik Niedersachsen sowie direkt zum Regionalatlas unter https://regionalatlas.statistikportal.de. Für Hintergründe zu sozialen Mindestsicherungssystemen bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales weiterführende Informationen unter www.bmas.de.
Ausblick auf weitere Entwicklungen im Regionalatlas Niedersachsen
Das Landesamt für Statistik Niedersachsen plant, den Regionalatlas kontinuierlich zu erweitern. So sollen künftig weitere soziale und wirtschaftliche Indikatoren mit vergleichbaren Funktionen bereitgestellt werden. Dies ermöglicht Verwaltungen, Politik und der Öffentlichkeit, Entwicklungen und regionale Unterschiede noch besser nachzuvollziehen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Termine für weitere Updates werden voraussichtlich über die offiziellen Kanäle des Landesamtes bekanntgegeben.

