Berlin. Die Freie Wohlfahrtspflege Rechtspopulisten Absage erteilt: Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege positionieren sich klar gegen eine Zusammenarbeit mit rechtspopulistischen Parteien. Anlass sind die politischen Veränderungen nach den Landtagswahlen und die damit verbundenen Herausforderungen für die soziale Arbeit.
Klare Haltung der Wohlfahrt
Die Freie Wohlfahrtspflege definiert sich über einen Wertekanon, der für eine inklusive Gesellschaft und den gesellschaftlichen Zusammenhalt steht. Achim Meyer auf der Heyde, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW e.V.), betont, dass die sozialen Dienste vielerorts als Schutzfaktor für die Demokratie agieren. Rechtspopulismus und Rechtsextremismus widersprechen diesen Werten und bedrohen sowohl die Menschen als auch die Strukturen, mit denen die Wohlfahrtsverbände arbeiten.
Gegnerschaft zu Rechtspopulismus und Rechtsextremismus
Die Verbände thematisieren verbale und tätliche Angriffe auf ihre Einrichtungen. Sie sehen darin eine Gefährdung des demokratischen Zusammenhalts und der sozialen Versorgung. Aufgrund dessen unterstützen sie ausdrücklich Bundeskanzler Friedrich Merz, der auf dem CDU-Parteitag 2026 Koalitionen mit der AfD entschieden ausschloss.
„Diese klarstellende Entscheidung des Bundeskanzlers Merz hat unsere volle Unterstützung. Für diese klaren Worte gibt es Rückenwind aus der Wohlfahrt“, sagte Meyer auf der Heyde.
Solidaritätsgarantie unter den Verbänden
Angesichts der Bedrohungen verbaler sowie physischer Angriffe verabreden sich die Verbände zu einer Solidaritätsgarantie. Sie wollen ein gemeinsames Zeichen gegen Ausgrenzung und Gewalt setzen und sich gegenseitig stärken. Meyer auf der Heyde warnte, dass jeder Akteur im sozialen Bereich potenziell Ziel von Rechtspopulisten werden könne.
- Einsatz für inklusive Gesellschaft und demokratische Werte
- Ablehnung ausgrenzender und abwertender Gesellschaftsbilder
- Solidarität gegen Angriffe auf Wohlfahrtsverbände
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Freie Wohlfahrtspflege in der Region: Bedeutung und Ausblick
Für Bürgerinnen und Bürger in der Region bedeutet die eindeutige Haltung der Freien Wohlfahrtspflege eine Absicherung sozialer Angebote, die auf Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt ausgerichtet sind. Die Verbände sind zentrale Akteure bei der Unterstützung vulnerabler Gruppen und engagieren sich gegen gesellschaftliche Spaltung. In Regionen mit erhöhter politischer Spannung bieten die Wohlfahrtsorganisationen wichtige Schutzräume und Beratungsangebote.
Zukünftig wird die Freie Wohlfahrtspflege verstärkt gegen rechtspopulistische Angriffe und für eine demokratische Gesellschaft eintreten. Die Solidaritätsgarantie soll den Zusammenhalt unter den sozialeinrichtungen stärken. Weitere Informationen zur Arbeit der Verbände finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Webseite der BAGFW e.V. unter www.bagfw.de.
Quellen:
- Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW e.V.) – Selbstverständnis der Freien Wohlfahrtspflege
- BAGFW e.V. – Zahlen und Fakten zur Freien Wohlfahrtspflege

