Hannover. Die Lungenkrebs-Früherkennung ist ab 1. April 2026 als Kassenleistung verfügbar und richtet sich vor allem an Personen mit starkem Nikotinkonsum. Das Lungenkrebszentrum des KRH Klinikums Siloah bietet dabei eine Zweitbefundung der Untersuchungen an. Diese lungenkrebs-frueherkennung kassenleistung stellt insbesondere für ehemalige und aktuelle starke Raucher eine wichtige Chance dar.
Früherkennung jetzt möglich: Wichtige Neuerungen zur lungenkrebs-frueherkennung kassenleistung
Die neue Kassenleistung ermöglicht es Menschen zwischen 50 und 75 Jahren mit mindestens 25 Jahren Rauchdauer, jährlich eine Computertomographie mit niedriger Strahlendosis (Low-Dose-CT) zur Früherkennung von Lungenkrebs durchzuführen. Voraussetzung ist ein berechneter Nikotinkonsum von mindestens 15 Packungsjahren. Damit soll vor allem die frühzeitige Erkennung von Bronchialkarzinomen verbessert werden, die sonst oft erst spät entdeckt werden.
Prof. Dr. Thomas Fühner, Chefarzt der Klinik für Pneumologie am KRH Klinikum Siloah, hebt hervor, dass das Programm „extrem sinnvoll“ sei. Anders als das Brustkrebs-Mammografie-Screening gibt es kein zentrales Einladungssystem, weshalb Hausärztinnen und Hausärzte eine Schlüsselrolle spielen. Sie sollen risikobehaftete Patientinnen und Patienten gezielt ansprechen und informieren.
Warum ist die Früherkennung bei Lungenkrebs entscheidend?
Lungenkrebs verursacht anfangs meist keine Beschwerden, was eine späte Diagnose zur Folge hat. Unterscheiden muss man zwischen nicht kleinzelligem und kleinzelligem Lungenkrebs mit unterschiedlichen Entwicklungs- und Ausbreitungsgeschwindigkeiten. Im Frühstadium I oder II, das im Rahmen von Screenings wie in den USA oder Niederlanden häufig entdeckt wird, sind Heilungschancen deutlich besser. Im Frühstadium ist eine Entfernung des Tumors durch die Thoraxchirurgie möglich.
Funktionsweise des Low-Dose-CT-Screenings
Die Computertomographie mit niedriger Strahlendosis erstellt Schnittbilder der Lunge, die von Radiologen auf Auffälligkeiten untersucht werden. Unterstützend kommen spezielle Softwareprogramme zum Einsatz. Bei auffälligen Befunden erfolgt eine Zweitbefundung idealerweise in spezialisierten Lungenkrebszentren, wie am KRH Klinikum Siloah. So können Fehldiagnosen minimiert und Behandlungswege frühzeitig eingeleitet werden.
„Regelmäßiges Rauchen ist gefährlicher als ein Low-Dose-CT“, betont Prof. Dr. Fühner. Er sieht in der Früherkennung eine Chance, die oft späte und schwierige Diagnose von Lungenkrebs zu verbessern.
Ausblick: Nächste Schritte für die lungenkrebs-frueherkennung kassenleistung
Das Vorsorgeprogramm startet offiziell am 1. April 2026. Die Teilnahme hängt stark von der Eigeninitiative der Betroffenen und dem Engagement ihrer Hausärztinnen und Hausärzte ab. Das KRH Klinikum Siloah rechnet mit einem Anstieg der Diagnosen, da viele Lungenkrebserkrankungen bislang erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt werden. Die Zweitbefundung vor Ort soll dabei einen wichtigen Beitrag leisten.
Für weiterführende Informationen zur neuen gesetzlichen Leistung können Betroffene sich an die Hausarztpraxen wenden. Das Lungenkrebszentrum am KRH Klinikum Siloah bietet zudem Unterstützung bei der Befundklärung. Details zum Screening und zur Krankheit finden Interessierte auch auf der Webseite des Robert Koch-Instituts sowie regional bei regionalupdate.de.
- Teilnahmeberechtigt sind Menschen zwischen 50 und 75 Jahren mit mindestens 25 Jahren Raucher-Erfahrung.
- Das Screening erfolgt über eine jährliche Low-Dose-CT-Untersuchung.
- Hausärztinnen und Hausärzte übernehmen die Ansprache und Beratung.
Weiterführende Informationen und Angebote zur Lungenkrebs-Früherkennung bei regionalupdate.de bieten eine gute Orientierung für Betroffene und Interessierte.
Weitere Entwicklungen zur Lungenkrebs-Früherkennung
Das neue Angebot zur lungenkrebs-frueherkennung kassenleistung soll langfristig etablierte Vorsorgeprogramme ergänzen und die Sterblichkeit durch Lungenkrebs senken. Im Laufe der nächsten Jahre wird mit einer zunehmenden Akzeptanz gerechnet, vergleichbar mit dem Mammografie-Screening bei Brustkrebs. Es liegt im Fokus, vor allem Risikopatienten frühzeitig zu erreichen und so Therapieerfolge zu verbessern.
Regelmäßige Updates zu Terminen, fachlichen Entwicklungen und regionalen Angeboten werden von den beteiligten Kliniken veröffentlicht. Wer zu den Risikogruppen zählt, sollte sich rechtzeitig bei der Hausarztpraxis zum Screening informieren.

