1,26 Mio. Euro Erschwernisausgleich für Niedersachsen ausgezahlt

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Digitale Realität

Hannover. Der Niedersaechsischer Weg Erschwernisausgleich zeigt große Akzeptanz bei Landwirten in Niedersachsen. Bis Ende 2025 wurden bereits 1,26 Millionen Euro an landwirtschaftliche Betriebe ausgezahlt, nachdem insgesamt 5.442 Anträge auf den Erweiterten Erschwernisausgleich eingegangen sind.

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Der Niedersaechsischer Weg Erschwernisausgleich ist Teil eines deutschlandweit einmaligen Vertrags zwischen Landesregierung, Naturschutz und Landwirtschaft. Ziel ist es, den Artenschwund zu stoppen und Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten. Die Einschränkungen für landwirtschaftliche Betriebe werden durch den Erweiterten Erschwernisausgleich (EEA) kompensiert.

Antragstellung und Förderumfang

Seit der Gesetzesänderung 2021 können Landwirte Anträge auf den EEA stellen. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) verzeichnete in den letzten Jahren folgende Antragszahlen: 591 (2021), 1.367 (2022), 1.182 (2023), 1.172 (2024) und 1.130 (2025). Bis dato wurden 890 Anträge bewilligt, weitere Bewilligungen sind in Bearbeitung. Die rechtliche Grundlage für Auszahlungen wurde rückwirkend mit der EEA-Verordnung im August 2025 geschaffen.

Umfangreicher rechtlicher Rahmen

Der Erschwernisausgleich setzt bei Flächennutzungen an, die durch Naturschutzgesetz-Regelungen erschwert sind. Die zentralen Bereiche sind:

  • Versagung der Grünlanderneuerung auf sensiblen Standorten,
  • Schutz von artenreichem Feucht- und Nassgrünland,
  • Schutz von mesophilem Grünland,
  • Einschränkungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Totalherbiziden,
  • Bewirtschaftungsvorgaben zum Schutz bestimmter Vogelarten.

Diese Schutzmaßnahmen zielen auf den Erhalt gesetzlich geschützter Biotope ab, die in Niedersachsen selten geworden sind.

„Wir sehen, dass die Bewirtschaftungsauflagen bei den Landwirten auf große Akzeptanz stoßen. Und genau das ist Sinn und Zweck des Niedersächsischen Wegs“, sagte Umweltminister Christian Meyer.

Ab 2026 erfolgt die Antragstellung erstmals digital über die Webanwendung „ANDI 2026“. Das Antragsjahr 2026 kann ab sofort bis zum 15. Mai 2026 beantragt werden.

Ausblick und nächste Schritte

Der Niedersaechsischer Weg Erschwernisausgleich bleibt ein zentrales Instrument zur Verknüpfung von Naturschutz und nachhaltiger Landwirtschaft in Niedersachsen. Mit der Digitalisierung der Anträge wird erwartet, dass noch mehr Betriebe teilnehmen. Die Landesregierung und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen setzen auf eine zügige Bearbeitung und Auszahlung aller Anträge.

Weitere Informationen zur Antragstellung und zum Erschwernisausgleich bietet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Offizielle Details zum Niedersächsischen Weg sind auf der Website des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz verfügbar.

Für einen Überblick zu weiteren Naturschutzthemen in der Region besuchen Sie regionalupdate.de.

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