Kloster Banz. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) Bayern hat auf seinem Landesdelegiertentag 2026 einen neuen Landesvorstand gewählt und den Schwerpunkt auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Polizeiarbeit gelegt. Frank Häublein vom Polizeipräsidium Mittelfranken wurde zum neuen Landesvorsitzenden bestimmt.
KI stärkt Polizei
Der Landesdelegiertentag des BDK Bayern 2026 in Kloster Banz stand ganz im Zeichen des Themas Künstliche Intelligenz Polizeiarbeit Bayern. Dabei wurde deutlich, dass Kriminalität sich zunehmend ins digitale Umfeld verlagert und vernetzt organisiert ist. Dies stellt die Polizei vor neue Herausforderungen, insbesondere bei der Bekämpfung von Vermögensdelikten, bei denen trotz rückläufiger Fallzahlen hohe Schäden entstehen.
Die Teilnehmer forderten eine konsequentere Vermögensabschöpfung sowie eine stärkere Einbindung moderner Technologien. Künstliche Intelligenz biete hier große Chancen, die Strafverfolgung effektiver zu gestalten. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass Polizei und Justiz personell, technisch und rechtlich entsprechend ausgestattet werden, um mit der schnellen Entwicklung der Kriminalität Schritt zu halten.
Neuer Vorstand des BDK Bayern
Frank Häublein wurde zum Landesvorsitzenden gewählt. Die stellvertretenden Vorsitzenden sind Johann Bielmeier (München), Roland Spindler und Mislav Ilic (Schwaben Nord), Michael von Graevemeyer (Unterfranken) sowie Axel Eichhorn (Mittelfranken). Diese Besetzung soll die Arbeit des BDK Bayern in den kommenden Jahren prägen und die Umsetzung der digitalen Strategien vorantreiben.
Diskussionen und Ehrungen
Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten die Delegierten gemeinsam mit den Präsidenten der bayerischen Polizeipräsidien über die Möglichkeiten und Herausforderungen beim Einsatz der Künstlichen Intelligenz in der Polizeiarbeit. Zum Abschluss wurde im Beisein von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und BDK-Bundesvorsitzendem Dirk Peglow die Ehrenkriminalmarke an Rudi Cerne verliehen. Die Auszeichnung würdigt dessen langjähriges Engagement für die Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ und seinen Beitrag zur Unterstützung der Strafverfolgung.
Ausblick und weitere Informationen
Der BDK Bayern plant, die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Polizeiarbeit weiter zu fördern und fordert entsprechende personelle, technische sowie rechtliche Anpassungen. Weitere Treffen und fachliche Austausche sind vorgesehen, um die Kriminalitätsbekämpfung im digitalen Zeitalter zu stärken.
Mehr zu den Aktivitäten des Bund Deutscher Kriminalbeamter Bayern finden Sie auf der offiziellen Webseite des BDK. Allgemeine Informationen zur Künstlichen Intelligenz in der Polizeiarbeit bietet das Bundesministerium des Innern auf BMI.de.
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