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Spritpreis-Schock als Turbo: Iran-Krieg löst Run auf Elektroautos aus

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Die aktuelle weltpolitische Lage und die damit verbundenen Rekordpreise an den Zapfsäulen führen in Deutschland zu einem massiven Umdenken bei der Autowahl. Eine aktuelle repräsentative Umfrage von Deutschlands größtem Fahrzeugmarkt mobile.de zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen (45 Prozent) ihre Antriebswahl direkt von der wirtschaftlichen und politischen Situation abhängig macht. Besonders drastisch: Seit Ausbruch des Iran-Krieges hat sich das Interesse an E-Autos auf der Plattform verdreifacht.

Der Wendepunkt: Wenn Benzin über 2 Euro kostet

Für viele Autofahrer ist die Schmerzgrenze erreicht. Bei anhaltenden Preisen zwischen 2,00 und 2,15 Euro für Benzin sowie bis zu 2,25 Euro für Diesel würden 43 Prozent der Befragten sofort zu einem Elektroauto wechseln. Zwar gibt es weiterhin einen harten Kern von 32 Prozent, der unter keinen Umständen vom Verbrenner abrücken will, doch die breite Masse beginnt zu schwanken.

Dieser Trend spiegelt sich eins zu eins im Suchverhalten wider: In den ersten 18 Märztagen stieg der Anteil der E-Auto-Suchen auf mobile.de von 12 auf 36 Prozent. Die deutschen Autohändler verzeichneten im gleichen Zeitraum satte 66 Prozent mehr Anfragen zu gebrauchten Stromern.

Kostenersparnis sticht Umweltschutz

Interessant ist die Motivlage der potenziellen Wechsler. Wer sich für ein Elektroauto entscheidet, tut dies im Jahr 2026 primär aus pragmatischen Gründen:

  • Langfristige Ersparnis (36 %): Das Hauptargument ist die Senkung der laufenden Unterhaltskosten.
  • Umweltaspekt (22 %): Der ökologische Fußabdruck folgt erst an zweiter Stelle.
  • Unabhängigkeit (21 %): Viele Nutzer setzen auf die Kombination aus E-Auto und eigener Solarstromerzeugung, um sich von den schwankenden Weltmarktpreisen für fossile Brennstoffe zu emanzipieren.

Spaltung des Marktes je nach Informationslage

Die Umfrage verdeutlicht eine tiefe Spaltung der Käuferschichten:

  1. Die Krisen-Reagierer: Wer sich von der Weltlage beeinflussen lässt, wählt zu 39 Prozent rein elektrische Antriebe. Verbrenner (Benzin/Diesel) kommen in dieser Gruppe nur noch auf zusammengerechnet 22 Prozent.
  2. Die Unbeeindruckten: Wer seine Entscheidung unabhängig von der aktuellen Krise trifft, hält am Bewährten fest. Hier würden 48 Prozent weiterhin zu einem Benziner greifen, während das E-Auto mit 11 Prozent nur eine Nischenrolle spielt.

Fazit: Die Batterie als Sicherheitsanker

Die Daten von mobile.de legen nahe, dass das Elektroauto in Krisenzeiten zunehmend als „Sicherheitsanker“ gegen explodierende Energiekosten wahrgenommen wird. Waren es früher oft technologische Neugier oder ökologische Ideale, die zum Kauf führten, ist es heute die blanke ökonomische Vernunft angesichts einer unsicheren Weltlage.

Über die Umfrage: Die Daten basieren auf Online-Interviews von YouGov mit 2.226 Personen im Zeitraum vom 25. bis 27. März 2026. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.

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