Die Senkung der Luftverkehrsteuer wird von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) als überfällig erachtet. DIHK-Bereichsleiter Dirk Binding äußert sich zum anstehenden Kabinettsbeschluss und dessen Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Einstieg in eine notwendige Reform
Der heutige Kabinettsbeschluss zur Änderung des Luftverkehrssteuergesetzes könnte den deutschen Luftfahrtstandort entscheidend stärken. Laut Dirk Binding, Bereichsleiter Verkehrspolitik der DIHK, ist die Senkung der Luftverkehrsteuer für viele Branchen, die auf zuverlässige internationale Anbindungen angewiesen sind, längst überfällig. Diese Ansichten äußerte er im Vorfeld der entscheidenden politischen Maßnahmen.
Wirtschaftliche Risiken für Deutschland
„Die Schwäche des Luftfahrtstandortes Deutschland wird zunehmend zu einem Standortrisiko“, betont Binding. Für die Exportwirtschaft, den Tourismus sowie Kultur- und Messewesen ist ein stabiles luftfahrtechnisches Umfeld entscheidend. Eine Rückkehr zu früheren Steuerniveaus würde daher ein positives Signal für die gesamte Wirtschaft darstellen.
Nächste Schritte für die Luftfahrtbranche
Doch der DIHK sieht die kürzlich angekündigte Senkung als ersten, aber nicht als alleinigen Schritt. Im europäischen Kontext bleibt die Steuerlast weiterhin hoch, was eine vollständige Abschaffung der Luftverkehrsteuer für gewerbliche Flüge als nächsten, notwendigen Schritt empfiehlt. Deutschland könnte sich geostrategisch als wichtiges europäisches Luftdrehkreuz positionieren.

