Im März 2026 stieg die Pkw-Produktion in Deutschland um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der zusätzliche Arbeitstag hat sich positiv auf die Produktions- sowie Zulassungszahlen ausgewirkt, dennoch bleiben die Zahlen hinter den Vorkrisenniveaus zurück.
Produktion und Export im Steigen
Die Pkw-Inlandsproduktion erreichte im März 400.800 Einheiten und verzeichnete damit einen Anstieg von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies ist insbesondere auf den zusätzlichen Arbeitstag im März zurückzuführen. Im ersten Quartal 2026 wurden insgesamt knapp 1,1 Millionen Pkw produziert, was einem Rückgang von 2 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht. Trotz des aktuellen Anstiegs liegt die Produktion jedoch 16 Prozent unter dem Niveau von 2019.
Der Export von Fahrzeugen stieg im März um 3 Prozent auf 310.700 Einheiten, dennoch gab es im bisherigen Jahresverlauf einen Rückgang von 2 Prozent auf insgesamt 799.500 Pkw. Auch hier liegt der Export 18 Prozent unter dem Niveau von 2019, was die anhaltenden Herausforderungen der Branche verdeutlicht.
Steigende Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen
Im deutschen Pkw-Markt wurde ein deutliches Plus bei den Neuzulassungen verzeichnet: Im März stiegen die Registrierungen um 16 Prozent auf 294.200 Einheiten im Vergleich zum Vorjahresmonat. Mit insgesamt 699.400 Neuzulassungen im ersten Quartal liegt der Markt zwar immer noch 21 Prozent unter dem Vorkrisenniveau, dennoch ist das Wachstum bemerkenswert.
Ein auffälliger Trend ist das Wachstum im Bereich der Elektrofahrzeuge. Die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen (BEV, PHEV, FCEV) stiegen im März um 46 Prozent auf 100.700 Einheiten. Der Anteil an Elektrofahrzeugen an den gesamten Neuzulassungen beträgt damit 34 Prozent. Insbesondere die Zulassungen von rein batterieelektrischen Pkw verzeichneten einen überdurchschnittlichen Anstieg von 66 Prozent auf 70.700 Einheiten, während die Plug-in-Hybride um 13 Prozent zulegten.
Einflüsse durch geopolitische Konflikte?
Die Auswirkungen des Irankriegs auf die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen sind bislang nicht messbar. In der Regel liegen zwischen Bestellung und Zulassung mehrere Monate, was bedeutet, dass kurzfristige Konfliktergebnisse nicht sofort im Markt sichtbar sind. Der Verbands der Automobilindustrie (VDA) erwartet für 2026 ein Marktvolumen von 2,9 Millionen Pkw, was einen Anstieg von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zur Folge hätte. Für den Bereich der Elektromobilität prognostiziert der VDA weiterhin ein Plus von 17 Prozent auf 1 Million Pkw.
Die Branche bleibt somit dynamisch, doch zeigen aktuelle Zahlen, dass die Herausforderungen der Vergangenheit, insbesondere in Bezug auf die hohe Öl- und Gaspreise, weiterhin signifikanten Einfluss auf die Pkw-Nachfrage haben werden. Die Entwicklung bleibt abzuwarten und eng mit der geopolitischen Lage verbunden.

