Der DIHK-Konjunkturexperte Jupp Zenzen äußert sich zu den aktuellen Auftragseingängen und warnt vor anhaltend schwacher Wirtschaftslage. Trotz leichter Zuwächse bleibt die deutsche Industriekonjunktur aufgrund struktureller Probleme gedämpft.
Schwache Binnennachfrage belastet die Industriekonjunktur
Die aktuellen Auftragseingänge der deutschen Industrie zeigen zwar leichte Zuwächse, insgesamt bleibt die Lage jedoch besorgniserregend. Jupp Zenzen, Konjunkturexperte der DIHK, betont die Schwierigkeiten, mit denen Unternehmen konfrontiert sind. Besonders die Binnennachfrage zeigt sich kraftlos, was sich negativ auf die Auftragslage auswirkt.
Kostenschock durch Energiepreise
Ein weiterer wesentlicher Faktor ist der Kostenschock, der durch die gestiegenen Energiepreise infolge des Krieges im Nahen Osten ausgelöst wurde. „In den aktuellen Zahlen sind diese Entwicklungen noch nicht vollständig enthalten und werden die wirtschaftliche Lage der Unternehmen langfristig belasten“, erklärt Zenzen. Selbst if die aktuell verkündete Feuerpause im Konflikt anhält, müssen Firmen sich auf steigendende Kosten einstellen.
Erwartungen für die Zukunft
Die Gesamtlage erfordert ein Umdenken bei den Unternehmen. Zenzen warnt, dass die anhaltenden strukturellen Probleme und die Unsicherheit in der globalen Wirtschaft mehr als nur ein Dämpfer für die Industriekonjunktur sind. Die Unternehmen müssen sich auf ein langfristig höheres Kostenniveau vorbereiten, um in dieser herausfordernden Phase bestehen zu können.

