Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne hat die aktuelle Verkehrsunfallstatistik 2025 vorgestellt. Dabei hebt er sowohl positive Fortschritte als auch besorgniserregende Trends hervor.
Positive Entwicklungen in der Verkehrssicherheit
Die Verkehrsunfallstatistik 2025 zeigt sowohl Licht als auch Schatten, so Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne. Besonders erfreulich ist die signifikante Abnahme der tödlichen Unfälle bei jungen Erwachsenen sowie die deutliche Verringerung der Todesfälle durch Baumunfälle. Diese Erfolge führen Tonne auf das Schutzplankenprogramm auf Bundes- und Landesstraßen zurück, das in den vergangenen Jahren viele hunderte Kilometer Schutzeinrichtungen nachgerüstet hat.
„Das zeigt Wirkung“, kommentiert Tonne und kündigt an, dass auch weiterhin in diesen wichtigen Bereich investiert werden soll. Mit Unterstützung von Mitteln aus dem Sondervermögen Infrastruktur plant das Ministerium, die Schutzplanken weiter auszubauen und somit weitere Lebensrettende Maßnahmen zu ergreifen.
Handlungsbedarf bei Radverkehr und E-Scootern
Obwohl es positive Entwicklungen gibt, bleibt die Arbeit nicht aus. Die Tonnensicht ist klar: Es gilt, die nachhaltigen Entwicklungen zu verstetigen und die Zahl der Verkehrstoten insbesondere unter Risikogruppen wie Kindern und älteren Menschen zu reduzieren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Radverkehr sowie den Gefahren durch E-Scooter.
Um sicherer mit E-Scootern umzugehen, unterstützt die Verkehrswacht Niedersachsen im Rahmen des Fahrradmobilitätskonzepts Trainings vor Ort. Diese vermitteln sowohl praktische Fahrübungen als auch Kenntnisse der Verkehrsregeln, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.
Radverkehrssicherheit im Fokus
Besonders alarmierend ist der Anstieg der tödlich verunglückten Radfahrenden, der um fast 30 Prozent auf 63 Personen gestiegen ist. Über die Hälfte der Getöteten war mit einem Pedelec unterwegs, was den dringenden Aufklärungsbedarf unterstreicht. Die landesweite Radverkehrssicherheitskampagne wird daher 2026 fortgesetzt, um neue thematische Schwerpunkte zu setzen.
„Wer Helm trägt, lebt im Zweifel länger“, betont Tonne. Trotz dieser bekannten Tatsache ignorieren immer noch viele Rad- und Rollerfahrende diese wichtige Sicherheitsmaßnahme. Die Implementierung von Verkehrssicherheitsstrategien bleibt ein zentrales Anliegen des Ministeriums, um das Bewusstsein für Risiken zu schärfen und die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle zu senken.

